Unnötiger Tod: Pro Jahr sterben Hundertausende

14. Juni 2010, 10:18
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Riesiger Mangel an sicheren Blutkonserven - Rotes Kreuz ruft vor dem Sommer zu Blutspenden auf

Hamburg/Wien - Riesige Defizite: Am heutigen Weltblutspendertag (14. Juni) weisen Hilfsorganisationen auf Probleme bei der Versorgung mit Blutkonserven hin. 82 Prozent aller Menschen haben laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) keinen Zugang zu sicheren Spenden. Mit genug Blutersatz könnten allein 150.000 Frauen jährlich gerettet werden, die bei Schwangerschaftsproblemen oder Geburten sterben. Weltweit werden pro Jahr etwa 75 Millionen Spenden benötigt. Der seit 2004 begangene Tag erinnert an den am 14. Juni 1868 geborenen und aus Österreich stammenden Blutgruppen-Entdecker Karl Landsteiner.

Nicht einmal vier Prozent spenden Blut

Die hygienische Situation rund um Blutspenden ist in Österreich kein Problem. Doch es mangelt regelmäßig an Bluspendern. Etwa 3,7 Prozent der Österreicher spenden Blut. Dieser Anteil ist zwar in den vergangenen Jahren relativ konstant geblieben. Zu Engpässen kommt es immer wieder im Winter während der Grippezeit und in den Sommermonaten wegen der Urlaubssaison. Auch für die Zeit der Fußball-WM befürchtet man beim Roten Kreuz mit der größten Blutspendezentrale in Wien, dass die Menschen einfach auf diesen Dienst an der Allgemeinheit vergessen. Vergangenes Jahr wurden vom RK in Österreich 456.000 Blutkonserven ausgeliefert. Sie stammten aus 301.000 Blutspenden. (APA)

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    Engpässe immer wieder im Winter und im Sommer

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