1.134 Euro für verlorenes Gepäck

14. Juni 2010, 09:53
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Flugpassagiere haben Anspruch auf Ersatz des Gepäckwertes und des immateriellen Schadens

München - Geht der Koffer bei einer Flugreise verloren oder kaputt, haftet die Fluglinie nur bis zum Höchstbetrag von 1.134 Euro. Mehr bekommt der Reisende nicht ersetzt, wie der Europäische Gerichtshof entschieden hat (EuGH, Aktenzeichen C-63/09). Darauf macht die Rechtsschutzversicherung D.A.S. in München aufmerksam. Wem das nicht ausreicht, der muss mit seiner Fluggesellschaft vor Abflug eine höhere Haftungssumme gegen Aufpreis vereinbaren.

Im konkreten Fall war das Reisegepäck eines Passagiers auf dem Flug von Barcelona nach Porto spurlos verschwunden. Der Mann verlangte Schadenersatz von insgesamt 3.200 Euro: 2.700 Euro für den Wert des Kofferinhalts und 500 Euro für den immateriellen Schaden, weil einiges nach Auffassung des Geschädigten nicht ersetzbar ist. Der Fall ging bis zum Europäischen Gerichtshof.

Die EuGH-Richter entschieden, dass Passagiere tatsächlich sowohl ein Recht auf Ersatz des reinen Gepäckwerts haben als auch des immateriellen Schadens. Gemeint ist beispielsweise der Verlust unersetzbarer Fotos oder Familienerbstücke, die keinen direkten Vermögensschaden bedeuten. Mehr als 1.134 Euro bekommt der Betroffene jedoch nicht ersetzt. (APA)

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