Streit um Thunfisch-Fang in Malta eskaliert

13. Juni 2010, 21:04
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Gegen die Aktivisten wurden Leuchtraketen und Wasserkanonen eingesetzt

Valletta - Der Streit um den Schutz des vom Aussterben bedrohten Blauflossen-Thunfischs ist am Sonntag vor Malta eskaliert. Als Greenpeace-Aktivisten in einer mehrstündigen Aktion versuchten, Thunfische aus einem riesigen Käfig zu befreien und ins Mittelmeer auszusetzen, griffen Fischer und maltesisches Militär ein. Von Fischerbooten aus seien Leuchtraketen abgefeuert worden, das Militär habe Wasserkanonen eingesetzt, teilte Greenpeace mit.

Das maltesische Militär warf den Aktivisten vor, legale Fischereiaktivitäten aggressiv attackiert zu haben. Die Soldaten hätten dann mit einem "Minimum an Gewalt" geantwortet, ein Boot von Greenpeace abgedrängt und die Aktivisten mit dem Einsatz von Wasser von ihrem Tun abgehalten.

Prügeleien

Umweltschützer versuchen seit Beginn der Fangsaison Mitte Mai, die Thun-Fischer im Mittelmeer zu stören. Vor einer Woche gab es bei einer Protestaktion von Greenpeace im Hafen von Marseille schwere Prügeleien. Am Freitag vor einer Woche soll eine von Fischern abgefeuerte Harpune einen Aktivisten schwer verletzt haben. Nach Angaben von Wissenschaftlern ist die Zahl der Blauflossen-Thunfische in 20 Jahren um etwa 80 Prozent gesunken.

Mitte März hatten Vertreter der 27 EU-Staaten zwar beschlossen, sich grundsätzlich für ein Verbot des internationalen Handels mit diesem Fisch einzusetzen. Die Konferenz der Internationalen Kommission für den Schutz des Atlantischen Thunfischs im Herbst soll aber noch abgewartet werden. Ein Verbot könnte damit frühestens im Mai 2011 in Kraft treten. (APA)

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    Die Greenpeace-Aktivisten versuchten das Netz zu durchschneiden und die Thunfische zu befreien - Das Militär setzt Wasserwerfer ein

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