Singularity

Auf dem Weg zur Mensch-Maschine

Zsolt Wilhelm, 13. Juni 2010, 13:57
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    Wie Sci-Fi-Filmen sollen Menschen und Maschinen eines Tages verschmelzen, um ein längeres, besseres Leben zu ermöglichen. (Bild: Star Trek)

Die Singularity University soll Erkenntnisse zur Verschmelzung von Mensch und Maschine liefern

Der Traum vom ewigen Leben ist so alt, wie der Mensch selbst. Während die Unendlichkeit des Seins für die einen die Maxime unseres Strebens darstellt, warnen die anderen davor, sich beim Spielen mit der Natur des Menschen die Finger zu verbrennen. Zu der Type Spieler gehören in jedem Fall jene hunderte Studenten, die sich um die gerade einmal 80 Plätze an der Singularity University bewerben. Im Herzen des NASA-Campus in Silicon Valley bietet die Uni in zehnwöchigen Lehrgängen zu 25.000 US-Dollar einen Crashkurs in Sachen Zukunftsforschung mit den hellsten Köpfen der High-Tech-Branchen an. Viel beschäftigte Firmenchefs, Doktoren aller Wissenschaften und Erfindergeister rangeln sich um die intimeren und nur neuntägigen "Executive Programs". Ziel ist es Wege zu finden, wie Technologie helfen kann, Probleme auf unserem Planeten zu lösen und biologische Unzulänglichkeiten und Schwächen des Menschen zu kompensieren. Darunter fällt auch die Verschmelzung von Mensch und Maschine für eine gesünderes, besseres, vielleicht ewiges Leben.

Prominente Unterstützer

Was sich in den digitalen Broschüren der Privatuniversität teils wie Hirngespinste liest, hat durch die Bank kompetente Unterstützer. Zu den Gründern zählen an vorderster Front die Unternehmen Google und Autodesk, die zum Spatenstich jeweils über 250.000 US-Dollar spendeten, sowie zahlreiche Investoren und CEOs namhafter IT-Firmen. Wer einen der begehrten Kursplätze ergattert, darf Auge in Auge mit führenden Genforschern und Computerwissenschaftlern über die Evolution des Menschen philosophieren und erhält Einblick in die Unmöglichkeiten der Technikwelt. Die New York Times wohnte einem der neuntägigen Executive Programs bei und fand dabei heraus, dass es nicht bloß um die "Verbesserung" des Menschen gehe, sondern auch darum, dass Technologie eines Tages erlauben soll, Kontrolle über den Evolutionsprozess selbst zu gewinnen.

BrinBot und Utopie

Wohin der Weg führt, veranschaulichte etwa eine kleine Demonstration mit einem ferngesteuerten Roboter, dessen Gesichtsbildschirm niemand geringeren als Google-Gründer Sergey Brin zeigte. Der "BrinBot" ermöglicht es über Kilometer hinweg, Personen miteinander interagieren zu lassen, obwohl sie sich nicht im gleichen Raum befinden. Zusätzlich zur Videokommunikation kann der Roboter auch physisch mit seinen Gesprächspartnern interagieren. Von einem autonomen Androiden wie in "Star Trek" sei man zwar noch weit entfernt, dass Maschinen eines Tages die humane Intelligenz aber übertreffen, stünde außer Frage.

Einer der lautstärksten Fürsprecher des Projekts ist der Geschäftsmann und Erfinder Raymond Kurzweil, der bereits in zahlreichen literarischen und filmischen Werken seine Utopien wiedergegeben hat. Wie kein anderer eifert er der Vollkommenheit des Menschlichen nach. Eine fettarme Diät und 150 Pillen pro Tag sollen ihn hunderte Jahre lang leben lassen. Eines Tages würden Technologien nicht nur das eigene Leben verlängern, sondern auch Tote wiederauferstehen lassen.

Die Evolution hat schon begonnen

Dass Kurzweil ein Mann der Extreme ist, verdeutlicht auch das Portrait der New York Times. Seine Fantasien und die Ideen, die im Rahmen der Singularity-Kurse entstehen, seien aber dennoch nicht so abwegig. Die Medizin ermöglicht es Menschen jetzt schon doppelt oder dreimal solange zu leben, wie es noch vor wenigen Jahrhunderten denkbar war. Im Alltag nutzen wir Maschinen und Computer, die aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Im Internet werden riesige Archive erschaffen, die uns Last abnehmen und gleichzeitig mehr Zeit für Entscheidungen geben. Suchmaschinenbetreiber wie Google arbeiten im Prinzip an nichts anderem, als künstlichen Gehirnen, die Antworten auf Fragen liefern können. Wenngleich die physische Verschmelzung von Mensch und Technologie noch in den Kinderschuhen steckt, sei sie bereits absehbar. (zw)

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Posting 1 bis 25 von 55
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Eine Kreatur
00
16.6.2010, 12:07
"Im Internet werden riesige Archive erschaffen, die uns Last abnehmen und gleichzeitig mehr Zeit für Entscheidungen geben. " lol .. ersteres definitiv ja .. letzteres definitiv nein .. weder zeit, noch die kriterien für die entscheidungsfindung sind

auf irgendeine sinnvolle weise definiert
die kriterien werden vorgegeben - in diesem fall von einem kapitalistisch orientierten unternehmen wie google, die eigene finanzielle interessen verfolgen
auch der zugang ist nicht frei

meine güte
und wenn google "künstliche gehirne" anbietet, die einem das denken abnehmen, ist sowieso die endstufe der menschlichen entwicklung erreicht
kapitalistische unternehmen, die als endgültiges ziel erreichen, dass ihre konsumentInnen genauso denken wie das unternehmen

mensch und maschine werden nicht verschmelzen
"mensch" hat da keinen platz und was ist überhaupt "mensch"?

auch AI's sind intelligente lebensformen
die menschheit wird aussterben und das ist gut so .. die nächste stufe ist künstliches leben

Machine Gun
00
17.6.2010, 02:44
Mephistopheles.


Mein Freund, nun sprichst du wieder klug!
Dich zu verjüngen, gibt’s auch ein natürlich Mittel;
Allein es steht in einem andern Buch
Und ist ein wunderlich Kapitel.

mcmise
02
14.6.2010, 11:19

In den mir bekannten SciFi-Geschichten wird dieses Thema immer in einer Dystopie dargestellt.

Duck of Death
02
14.6.2010, 09:52

Ich versau mir doch nicht meine Essenz, wenn 2012 die Magie zurückkehrt.

Eleon Sandor
 
00
21.6.2010, 08:28
... oder noch früher

also wenn ich mich nicht irre, kehrt die Magie bereits im Dezember 2011 zurück, nicht im Dezember 2012, aber eigentlich egal, weil es ja eh erst ab 2050 wirklich relevant wird.

Eine Kreatur
00
16.6.2010, 12:22
dann kommt wohl ..

das zukunftsbild von "warhammer 40.000" früher als erwartet

technologie als göttliches geschenk, gegeben von priestern ;-)

ProEvo84
01
14.6.2010, 11:04

Lol - musste kurz an Dr. Strangelove denken:

"Nicht daß ich Frauen meide, Mandrake, aber ich gebe ihnen nicht meine Essenz."

Run away!!!
00
14.6.2010, 14:05
Made my day!!!

Homer Simpson II.
 
00
14.6.2010, 09:26
Könnte man das Bild oben ev. nochmal tauschen?

Seven-of-Nine wäre fein (reimt sich auch noch...), weil... ähm... so halt !!! *hüstel*

Mathias
 
01
14.6.2010, 12:39
Bild von "7 of 9"

Sie "altes Ferkel" wollen doch nur sowas sehen ;-)

( http://wehaveinternets.files.wordpress.com/2009/05/j... f9_005.jpg )

Homer Simpson II.
 
00
14.6.2010, 13:50

yep... merci vielmals... ;)

Homer Simpson II.
 
00
14.6.2010, 09:20
Resistance is futile...

her wig
10
14.6.2010, 09:12
Der Traum vom ewigen Leben

ist nun aber wirklich nicht neu. Es kommt nach dem Tod, wie wir alle wissen. Im vorliegenden Fall opfert man sein Leben, um dann als Maschine "weiterleben" zu können.

Ist glaub' das ist eher was für dumme.

Eine Kreatur
00
16.6.2010, 12:27
SIE wären mit garantie psychisch nicht in der lage ..

die veränderungen der zeit zu verstehen, zu begreifen und zu verarbeiten .. aber da wären sie nicht alleine ..

das ist das problem mit dem "langen" oder "ewigen" leben ..

stellen wir uns doch einfach nur das phantasiewesen eines 400 jahre alten vampirs vor .. 400 jahre menschliche zeitgeschichte, unterschiedliche weltbilder, wandel der technologien usw. .. keine leichte kost .. und im grunde immer doch nur das selbe oder ähnliche menschliche verhalten ..

ich würde gerne ewig leben .. nur nicht als heftig eingeschränkter homo sapiens auf diesem planeten vergammelnd ..

Knochenmann
02
14.6.2010, 08:35
Wir sind Borg!

Eine Kreatur
00
16.6.2010, 12:30
die borg sind ineffizient und ineffektiv ..

selten so eine schwachsinnige ressourcenverschwendung gesehen .. ;-)

a'la "alien" wäre viel netter .. intelligente "aliens" wären doch ein verfilmenswerter scifi stoff .. keine instinktgetriebenen killermaschinen, sondern eine echte intelligente spezies ..

insofern bin ich ja mehr für genetische veränderungen, aber die dauern länger und sind wesentlich komplexer und komplizierter als solche technischen spielereien ;-)

Prof. Vogel
01
14.6.2010, 12:50
Widerstand ist Spannung durch Stromstärke.

bro
01
14.6.2010, 09:12

Eine Brille unterscheidet sich aber schon noch von Elektronik, die in den Körper verpflanzt wird. Aber ich finde andere Fragen wichtiger: Kann bei der hohen Überbevölkerung ewiges Leben einzelner eine sinnvolle Antwort sein? Wieviele Menschen werden sich das leisten können? Werden sich die "Technisierten" dann nicht als Oberschicht begreifen, der "normale" Mensch wird als minderwertig angesehen? Wie hoch ist der medizinische Aufwand zur Wartung der implantierten Technik - wird das nicht zu einer noch teureren, für viele unerschwingbaren Medizinversorgung führen? Für mich ist das eine extreme Form des Egoismus - man will selber ewig leben und nimmt somit anderem Leben die Chance, sich zu entfalten. Man lese Hypothesen in "A brave new world"

Loup Garou
00
14.6.2010, 09:11
und Widerstand ist irrelevant...

Der Teufel
00
14.6.2010, 02:03

Gibt es eigentlich noch elektronikfreie Zivilisationen?

Also Dörfer und Städte in denen es keine Computer, Fernseher und Handys gibt?

Selbst in Myanmar hocken die Leut schon vor der Glotze und die Girls halten sich ein (fake) Handy ans Ohr um cool zu sein.

Eine Kreatur
00
16.6.2010, 12:33
sofern sie die als "zivilisation" bezeichnen wollen ..

die eigene gesellschaftliche entwicklung hat halt einfluß darauf, was als "zivilisiert" angesehen wird ..

was sie meinen ist wohl die soziale entwicklung ..

bei ihrem letzten kommentar beschleicht mich aber der verdacht, dass es ihnen mehr weh tut, nicht mehr einer technologischen elite anzugehören .. ist das neid oder rassismus?

DerKassierer
00
13.6.2010, 23:37

bockmist!

hagane
02
13.6.2010, 22:57

jede brille ist eine verschmelzung von technik und mensch um beispielsweise seine unzulänglichkeit beim sehen zu verbessern.
wo man jetzt noch aufschreit wird in 100 jahren vollkommene normalität sein.

Eine Kreatur
00
16.6.2010, 12:34
und in 200 jahren wird es normalität sein ..

dass es keine natürlich geschaffenen biologischen menschen mehr gibt .. ;-)

Mathias
 
03
13.6.2010, 22:44
Wie Sci-Fi-Filmen sollen Menschen und Maschinen eines Tages verschmelzen, um ein längeres, besseres Leben zu ermöglichen. (Bild: Android "Data" aus Star Trek)

Ahhhhhhhhhh... selbst als nicht Trekkie weis ich, daß Data keine Mensch-Maschine darstellt - genauso wenig wie C3PO aus Star Wars, oder die Replikanten aus Blade Runner bzw. Silicanten aus Space 2063

Mensch-Maschinen-Verschmelzungen sind:

# die BORG (Star Trek)
# die Söldner des Gelben Meisters (Perry Rhodan - Andromeda)

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