Kuba: Intellektuelle unterstützen Vorgehen der Regierung

19. April 2003, 19:19
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Drakonische Strafen gegen Fährenentführer und Oppositionelle gutgeheißen

Havanna - Namhafte kubanische Künstler und Intellektuelle haben sich am Samstag hinter die kommunistische Regierung gestellt und die drakonischen Strafen gegen Dissidenten gutgeheißen. In einem Manifest wiesen sie die internationale Kritik an Kuba als "Verleumdung" und als Werk einer "antikubanischen Propagandamaschine" zurück. Ohne ihn beim Namen zu nennen, äußerten sie ihr Bedauern darüber, dass sich auch der portugiesische Literaturnobelpreisträger Jose Saramago von Kuba distanziert habe.

Kubanische Gerichte hatten Anfang April 75 Regimekritiker zu Gefängnisstrafen von zusammen 1454 Jahren verurteilt. Einige Tage später wurden drei Männer, die versucht hatten, eine Passagierfähre in die USA zu entführen, im Schnellverfahren hingerichtet.

Zu den 25 Künstlern und Intellektuellen, die am Samstag diese Maßnahmen billigten, zählen die Tänzerin Alicia Alonso, der Schriftsteller Miguel Barnet, der Liedermacher Silvio Rodriguez, der Pianist Chucho Valdes, der Denkmalschützer Eusebio Leal, der langjährige Leiter des Filmfestivals von Havanna Alfredo Guevara, der Essayist Cintio Vitier und die Dichter Roberto Fernandez Retamar und Pablo Armando Fernández. (APA/dpa)

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