Exil-Iraner protestieren in Köln gegen Angriffe auf Volksmudjaheddin

19. April 2003, 18:59
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"Teheran nützt Irak-Krieg aus"

Köln - Exil-Iraner haben am Samstag in Köln gegen Menschenrechtsverletzungen in ihrer Heimat demonstriert. Sie warfen der Regierung in Teheran vor, den Irak-Krieg zu nutzen, um gegen die im irakischen Grenzgebiet lebenden Volksmudjaheddin zu kämpfen. Die Demonstranten forderten den UN-Sicherheitsrat auf, die Angriffe zu verurteilen und ein Ende der Aktionen herbeizuführen. Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich an der Kundgebung über 10.000 in Deutschland lebende Iraner, die Polizei sprach dagegen von lediglich 1200 Teilnehmern.

Vor wenigen Tagen waren nach Angaben iranischer Oppositioneller rund 3000 iranische paramilitärische Kämpfer in den Irak eingedrungen, um gegen die dort im Exil lebenden Volksmudjaheddin zu kämpfen. Am Donnerstag hatte die US-Armee mitgeteilt, sie versuche, die Volksmudjaheddin zur Kapitulation zu bewegen. Die US-geführten Streitkräfte hatten im Irak wiederholt Stellungen der iranischen Opositionellen-Gruppe bombardiert.

Die Volksmudjaheddin waren am Sturz des Schah von Persien 1979 beteiligt und mussten in den 80er Jahren aus dem Iran fliehen. Seither verübten sie von Nachbarländern wie dem Irak aus wiederholt Anschläge gegen iranische Ziele. (APA)

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