Tschechien will dem Irak Waffen verkaufen

19. April 2003, 16:52
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Tschechischer Experte für Waffenexporte fährt in den Irak

Prag - Auch Tschechien will sich im Irak um lukrative Geschäfte bemühen, schrieb die tschechische Tageszeitung "Lidove noviny": Ein Experte für Waffenexporte des tschechischen Handels- und Industrieministeriums, Martin Koller, soll zu diesem Zweck in das Land fahren. "Die neue irakische Regierung wird neue Milizen bilden müssen. Sie werden Waffen brauchen", sagte ein Experte, der nicht genannt werden wollte und der für den Export "spezieller Materialien" zuständig ist, dem Blatt.

Koller soll demnach in die Golfregion reisen. Offiziell sei seine Aufgabe, die Handelsdelegation des tschechischen diplomatischen Vertretung in Kuwait zu verstärken. Er werde der Einheit für zivile und wirtschaftliche Kooperation (CIMIC) angehören. Die tschechische Regierung werde indes nächste Woche beraten, wie viel Geld sie für den Wiederaufbau des Irak zur Verfügung stellt. Die Zeitung geht von einer Summe von mehreren hundert Millionen Kronen aus (100 Millionen Kronen sind 3,17 Mio. Euro). (APA)

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