Amr Mussa fordert Recht auf Selbstbestimmung für Iraker

19. April 2003, 12:54
15 Postings

Arabische Liga: Aufgezwungenes Regime bedeutet Bürgerkrieg

Hamburg - Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa, hat für das irakische Volk das Recht auf Selbstbestimmung gefordert, um einen Bürgerkrieg zu vermeiden. "Wird ihnen ein Regime aufgezwungen, bedeutet das Konfrontation", sagte Mussa gegenüber der deutschen Zeitung "Bild am Sonntag". Es bestehe die Gefahr, in eine "Ära der Rache" zu geraten, in der sich die "Fraktionen an die Gurgel gingen".

Mussa warnte zugleich erneut vor einem Militärschlag gegen Syrien. Der Liga-Generalsekretär forderte, die USA sollten so kurz wie möglich im Irak bleiben. Beim Wiederaufbau sollten die Vereinten Nationen und die Europäische Union eine wichtige Rolle spielen. Eine neue Regierung in Bagdad solle alle Volksgruppen umfassen, wird Mussa zitiert. (APA/AP)

Share if you care.