Westjordanland: Palästinensischer Kameramann erschossen

19. April 2003, 21:38
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Augenzeugen: Israelische Soldaten zielten auf Reporter - 17 Verletzte bei Schießerei

Nablus - Der von einem israelischen Soldaten am Samstag im Westjordanland getötete Kameramann arbeitete für die Fernsehnachrichtenagentur APTN, wie Augenzeugen erklärten. Der 45-Jährige filmte in Nablus Kämpfe zwischen israelischen Truppen und Palästinensern, die Samstag früh begonnen hatten. Ärzte erklärten, der Kameramann habe einen tödlichen Kopfschuss erlitten.

Bilder eines anderen Kameramannes zeigten, wie Palästinenser auf ein geparktes Panzerfahrzeug der israelischen Streitkräfte zuliefen und es mit Steinen bewarfen. Die Soldaten eröffneten daraufhin das Feuer und trafen den APTN-Kameramann. Er und andere Journalisten vor Ort trugen Westen mit der Aufschrift "Press". Der Kameramann eines örtlichen Fernsehsenders, Sami el Assi, sagte, die Soldaten hätten auf die Gruppe gezielt. Schon vor dem Vorfall war es in dem Gebiet zu Zusammenstößen gekommen, bei denen 17 Palästinenser verletzt worden waren. (APA)

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    Der getötete Kameramann auf einem Archivbild

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    Kollegen tragen den erschossenen Journalisten zu Grabe

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