US-Militärgerichte prüfen Fälle von fast 7.000 gefangenen Irakern

19. April 2003, 10:30
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Pentagon: "Unser erstes Ziel ist, niemand länger in Gewahrsam zu halten als notwendig ist"

Washington - US-Militärgerichte im Irak haben damit begonnen, über den Status tausender gefangener Iraker zu entscheiden. Bei etwa 6.850 Inhaftierten müsse geklärt werden, ob es sich im rechtlichen Sinne um Kriegsgefangene handle, sagte ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums am Freitag (Ortszeit) in Washington. Derzeit hätten die Tribunale erst im Fall von sieben Irakern entschieden: Zwei seien frei gelassen worden, vier seien formal zu Kriegsgefangenen erklärt worden. Der siebente Gefangene sei angewiesen worden, als Geistlicher bei den Inhaftierten seinen Dienst zu versehen.

Weitere 925 Iraker seien auf Grundlage der Urteile von anderen Gerichten bereits auf freien Fuß gesetzt worden. "Unser erstes Ziel ist, niemand länger in Gewahrsam zu halten als notwendig ist", versicherte der Pentagon-Sprecher. (APA)

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