31 Grindwale in Florida gestrandet

19. April 2003, 12:49
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Tierschützer: "Wir versuchen, es ihnen so gemütlich wie möglich zu machen, bis wir einen Rettungsplan haben"

Florida - Vor der Küste des US-Bundesstaates Florida sind am Freitag mindestens 26 Grindwale gestrandet. Sieben von ihnen waren bereits tot, als sie gefunden wurden. Die Wale seien in zwei Gruppen im flachen Wasser acht Kilometer nördlich von Big Pine Key angetrieben worden, teilten die Behörden mit. Zu den gestrandeten Gruppen gehören sowohl ausgewachsene Tiere von bis zu vier Metern Länge und mehreren Tonnen Gewicht als auch junge Walkälber.

30 Mitarbeiter der Küstenwacht und von Naturschutzgruppen nahmen sich der überlebenden Wale an. "Wir versuchen, es ihnen so gemütlich wie möglich zu machen, bis wir einen Rettungsplan haben", sagte Laura Engleby. Es sei sehr schwierig, die Wale in tieferes Wasser zu bringen.

Der Gewöhnliche Grindwal (Globicephala melas) gehört zur Familie der Delphine. Mit Ausnahme der polaren und tropischen Gewässer kommen diese Wale in allen Meeren vor, in der nördlichen Hemisphäre jedoch nur im Atlantik und den daran anschließenden Gewässern, etwa im Mittelmeer und in der Nordsee. Typisch für sie ist der wie eine Kugel geformte Vorderteil ihres Kopfes. Der Grindwal wird durchschnittlich vier bis sechs Meter lang und 1,8 bis 3,5 Tonnen schwer. Er ernährt sich vor allem von Tintenfischen und lebt in so genannten Schulen, die manchmal mehrere hundert Tiere umfassen und von einem Leittier angeführt werden. Als akut bedroht gilt die Gattung nicht, doch Genaues über die Bestände weiß man nicht. (APA/AP)

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