Drei Tote bei Guerilla-Angriff im Süden Kolumbiens

19. April 2003, 10:46
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Mutmaßliche FARC-Mitglieder beschossen Polizisten bei Karfreitags-Prozession

Bogota - Während einer Karfreitags-Prozession haben in Kolumbien mutmaßliche Rebellen drei Menschen erschossen, darunter einen 14-jährigen Burschen. Die Rebellen hätten während der Prozession in der Stadt El Dolores das Feuer auf die Menge eröffnet, berichtete eine Augenzeugin. Unter den Toten sei auch ein Soldat. Die Schützen hätten offenbar auf Polizisten und Soldaten gezielt, die die Menge geschützt hätten. Drei Menschen wurden verletzt. Festgenommen wurde niemand.

Die Polizei und Bewohner der rund 200 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Bogota gelegenen Stadt machten Rebellen der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) für die Tat verantwortlich. Die FARC und andere linke Rebellen-Gruppen liefern sich seit fast vier Jahrzehnten einen Guerilla-Krieg mit der Armee und rechten paramilitärischen Gruppen. Allein im vergangenen Jahrzehnt sind dabei rund 40.000 Menschen getötet worden. (APA/Reuters)

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