Manipulationsverdacht in U21-EM-Quali

12. Juni 2010, 19:16
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Schiedsrichter soll bei 11:0 von Deutschland gegen San Marino nachgeholfen haben

Hamburg - Das EM-Qualifikationsspiel des deutschen U-21-Nationalteams in San Marino vom November 2009 steht unter Manipulationsverdacht. Der Schiedsrichter der Partie, die Deutschland 11:0 gewann, soll bestochen worden sein, berichtete das Magazin "Spiegel" am Samstag vorab. Dies gehe aus den Akten der Staatsanwaltschaft Bochum hervor, die gegen eine Bande mutmaßlicher Wettbetrüger im europäischen Fußball ermittle.

Der ukrainische Schiedsrichter Igor Ischtschenko erhielt dem Bericht zufolge vom einschlägig bekannten Wettpaten Ante Sapina und dessen Kollegen Marijo C. einen fünfstelligen Betrag, damit Deutschland mit "sechs, sieben oder mehr Toren" gewinnt. Bei einem Telefonat zwischen Sapina und Marijo C., das die Bochumer Kripo abhörte, sei die Rede von 50.000 Euro gewesen. Sapinas Verteidiger und der Anwalt von Marijo C. hätten sich gegenüber dem Magazin zu den Vorwürfen nicht äußern wollen. (APA/apn)

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