Streit um Ölpest

Obama wirft Kritikern Doppelmoral vor

12. Juni 2010, 08:26

Öl fließt laut US-Küstenwache noch wochenlang in den Golf

Washington - US-Präsident Barack Obama hat Kritik aus dem Kongress an seiner Reaktion auf die Ölpest im Golf von Mexiko mit dem Vorwurf der Doppelmoral gekontert. "Einige derjenigen, die jetzt 'Unternehmt etwas' brüllen, sind die gleichen Leute, die noch vor zwei oder drei Monaten fanden, dass die Regierung aufhören solle, so viel zu unternehmen", sagte Obama dem US-Politikdienst "Politico". Hätte er im Kongress vor der Ölpest ein schärferes Vorgehen gegen die Ölkonzerne verlangt, so hätte dies wohl mancher Abgeordnete als klassisches Beispiel von Überregulierung durch eine aufgeblähten Regierung und als Verschwendung von Steuergeldern verdammt, argumentierte Obama.

Dem Präsidenten wurde zuletzt vorgehalten, zu zögerlich auf die Umweltkatastrophe im Golf zu reagieren, wo nach dem Untergang einer Bohrplattform seit Wochen riesige Mengen Öl aus einem Bohrloch ins Meer strömen. Für Mittwoch hat Obama den Chef des Betreibers BP, Tony Hayward, zu sich ins Weiße Haus einbestellt.

Schätzungen über Größe des Öllecks erneut nach oben korrigiert

Nach Einschätzung der US-Küstenwache noch mindestens bis Juli jeden Tag tonnenweise Öl in den Golf von Mexiko wird fließen. Der BP-Konzern werde frühestens im nächsten Monat in der Lage sein, das aus dem Bohrloch austretende Öl vollständig abzufangen, erklärte Admiral Thad Allen am Freitag. Zuvor waren die Schätzungen über die Größe des Öllecks erneut nach oben korrigiert worden.

Nach jüngsten Erkenntnissen treten aus der beschädigten Bohrleitung bis zu acht Millionen Liter täglich aus, doppelt so viel wie bisher angenommen. BP hatte zuletzt über einen Absaugtrichter 2,3 Millionen Liter täglich abgefangen. Nach den neuesten Schätzungen wäre dies möglicherweise nur ein Viertel der Gesamtmenge.

Allen erklärte, allein schon die Ausrüstung für die Aufnahme größerer Ölmengen an die Unglücksstelle zu schaffen, werde Wochen dauern. Langfristig soll der Ölstrom durch zwei Ersatzbohrungen gestoppt werden, die voraussichtlich aber erst im August abgeschlossen sein werden. (Reuters/APA/apn)

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10 Postings
Steven Biko
00
13.6.2010, 18:57
Was mich an Obama immer interessiert hat,

war, ob der liebe Mann von einem:

Yes we can, the others do !

zu einem

Yes I do ,

werden kann.

Aber wie so oft in den letzten Monaten, wird ersichtlich, dass an der Spitze so mancher Staaten immer nur ein "Yes we can" gewählt wird.

Ausnahmen bilden da die "Schwachsinnigkeiten", wenn ultrarechts oder ultralinks gewählt wird.

Diese Irren machen oft ernst und zerstören mit Ihrem "Yes we do" meist mehr als die liberalen "Yes we can verhunzen können.

Leider.

Die einzig positive Auswirkung an dem Desaster im Golf wird möglicherweise das Zerwürfnis von Obama mit Cameron werden, da dieser die Pensionen unzähliger Briten retten muß, andernfalls opfert er nicht nur die EU, sondern auch seine Mitbürger auf dem Altar der US Beziehungen.
SB

hin und wieder ein tunichtgut
01
12.6.2010, 17:51
war von anfang an meine argumentation:

das verlangen nach möglichst wenig eingriffen durch den regierungsapparat ist unvereinbar mit den forderungen, jetzt gefällig das desaster zu bereinigen. wie denn? mit welchen mitteln? die neuesten teaparty-kandidaten verlangen ja gar die auflösung diverser ministerien zur weiteren "macht"reduktion.
vielleicht checken ja einige amerikaner, dass washington sehr wohl gebraucht wird.
im übrigen glauben menschen in louisiana nach wie vor daran, dass öl gefördert werden soll, viele sind ja schließlich davon abhängig, weil das ihre arbeitsplätze sind. und mit fischerei und co wird sich in nächster zeit ja traurigerweise kaum überleben lassen.

Obama - ein gescheiterter Präsident
110
12.6.2010, 10:55

Die Amis haben erkannt, daß Obama nicht in der Lage ist diese Krise zu bewältigen. Weil Obama das nicht wahr haben will schlägt er jetzt wie wild um sich und macht alles und jeden für die Ölpest verantwortlich, nur nicht sich selber. Obama sollte wegen erwiesener Unfähigkeit endlich abtreten.

hin und wieder ein tunichtgut
02
12.6.2010, 17:41
der Obama-basher

hat wieder gnadenlos zugeschlagen.
mit unsinnigen aussagen, wie gewohnt und nicht anders zu erwarten.

eat the rich1
03
12.6.2010, 12:37
Du bist einfach nur ein armes Licht

hin und wieder ein tunichtgut
00
12.6.2010, 17:53
licht?

da schaut's eher finster aus.

JosyH1
02
12.6.2010, 12:06
Hallo Troll

Zu billiger Versuch zu provozieren...

kipfal
00
12.6.2010, 11:59

wie zum teufel kann der etwas dafür?

ernst weber1
 
04
12.6.2010, 09:49
doppelmoral

schön, dass er das aus- und anspricht. sich traut, das auszusprechen. schön.

living reef
02
12.6.2010, 08:46
doppelmoral - war / ist bei uns nichts anderes

als die bankenkrise zugeschlagen hat, waren ja auch nicht wenige aus dem bankenbereich, die auf einmal vom staat mehr regulierung/maßnahmen eingefordert haben. jetzt wo wieder - so als ob es nie eine bankenkrise gegeben hätte - drauflosgezockt. auf einmal will man nichts mehr von regulierung, kontrolle eigenkapitalaufstockung zur risikoabdeckung hören. es wären ja sonst die supergehälter in den banken nicht mehr möglich...

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