Rache in Schladming

11. Juni 2010, 17:52
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Das Fass ist voll, liebe Fifa. Okay, Österreich hat die Qualifikation für die WM mit viel Pech und mit wenig Können verpasst ...

Das Fass ist voll, liebe Fifa. Okay, Österreich hat die Qualifikation für die WM mit viel Pech und mit wenig Können verpasst. Dass man deshalb zum Menschen dritter Klasse abgestempelt wird, grenzt an Berufsverbot. Für eine Pressekonferenz des südafrikanischen Teamchefs Parreira wurde man wegen Platzmangels tatsächlich auf die sogenannte Wait List gesetzt. Man musste also darauf hoffen, dass 82 Südafrikaner, 40 Brasilianer und 31 Deutsche akut an Durchfall erkranken und Platz schaffen. Das war natürlich nicht der Fall. Ganz schlimm ist, dass es keine Busse gibt, die einen von Johannesburg nach Pretoria chauffieren, da geht es um 60 Kilometer. 

Es heißt, dass die Zugverbindung leider nicht rechtzeitig fertig wurde. Man müsse die Reise selbst organisieren. Das Risiko ist insofern groß, als man als Österreicher (oder Liechtensteiner) für das Spiel in Pretoria auf der Wait List steht. Und von Massendurchfällen der wichtigen Leute aus Brasilien, Italien und Argentinien abhängig ist. Die Fifa sagt dann, leider seien 15.000 Journalisten da, man müsse Prioritäten setzen. Teilnehmer würden bevorzugt.

Die Rache wird fürchterlich sein. 2013 findet die Ski-WM in Schladming statt. Ihr Großkopferten werdet bei Eiseskälte durch den Schnee stapfen müssen. Von Bischofshofen aus, Busse haben wir keine. Brasilianer, Portugiesen, Engländer werden für die Superkombi auf die Wait List gesetzt. Die Pressekonferenz der Nicole Hosp könnt Ihr euch abschminken, wir sagen nicht einmal, dass es eine gegeben hat. Bei südafrikanischen Kollegen sind Ausnahmen vorgesehen. Denn die hätten auch gerne einen Zug von Johannesburg nach Pretoria. (Christian Hackl, DER STANDARD, Printausgabe, Samstag, 12. Juni 2010)

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