Schnitzel und Fußball: Schwarzafrikaner in Wien

11. Juni 2010, 16:57
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Rund 13.000 leben in der Bundeshauptstadt - Doku für "Erlebnis Österreich" ist am Samstag um 17.05 Uhr in ORF 2 zu sehen

Wien - Sie spielen gern Fußball, treffen einander beim Friseur, mögen Wiener Schnitzel und Geselchtes. Manche gehen sonntags zur Kirche, andere lieber zum zum Wirten, kurz: Sie sind Spiegelbild der österreichischen gleich wie der westlichen Gesellschaft: Schwarzafrikaner in Wien.

Rund 13.000 leben in der Bundeshauptstadt. Ihr Image? Mäßig. Das hängt mit der öffentlichen Wahrnehmung zusammen: Schwarzafrikaner geraten selten mit positiven Meldungen in die Schlagzeilen. Sie sind entweder Täter - dann vornehmlich Drogendealer - oder Opfer - hauptsächlich von Polizeigewalt.

Einen weiter gefassten Einblick in die Lebenswelten von Schwarzafrikanern in Wien gewährt Niki Podgorski in der Doku "Zwischen Kilimanscharo und Leopoldsberg" im Rahmen der Reihe "Erlebnis Österreich".

Durch die Sendung führt die Journalistin Stella Simura, die für Radio Africa International Sendungen gestaltet. Zu Wort kommt unter anderem Musikraubein Supermax, in dessen Brust ein afrikanisches Herz schlägt.

22 Minuten umfasst Podgorskis schmales Kompendium, viel zu kurz, um seine Protagonisten wirklich einzuführen. Der Umgang mit Minderheiten hat Methode: Der ORF übersieht sie beim Fernsehen allzu gern und hält für sie Nischen frei. Samstag, 16.05 Uhr, treten sie gegen Badewetter und WM-Match Argentinien gegen Nigeria an. (prie/DER STANDARD; Printausgabe, 12./13.6.2010)

 Samstag, 17.05, ORF 2

  • Zu Hause in Wien: Kolpoteur und Journalist Cyril Ozoekwe: Dokumentation "Erlebnis Österreich" .
    foto: orf

    Zu Hause in Wien: Kolpoteur und Journalist Cyril Ozoekwe: Dokumentation "Erlebnis Österreich" .

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