Held der Geschichte

11. Juni 2010, 17:00
  • Eduard Douwes Dekker, alias Multatuli: Sein Werk wurde wegen seiner 
literarischen Qualitäten bewundert. Das Los der Indonesier kam erst in 
zweiter Linie zur Sprache und sollte sich noch lange nicht verbessern.
    foto: der standard / archiv

    Eduard Douwes Dekker, alias Multatuli: Sein Werk wurde wegen seiner literarischen Qualitäten bewundert. Das Los der Indonesier kam erst in zweiter Linie zur Sprache und sollte sich noch lange nicht verbessern.

Der Schriftsteller Multatuli ist einer der berühmten Vergessenen - In den Niederlanden wird er dieses Jahr groß gefeiert und fast täglich zur Auferstehung gebracht

Kind eines Kapitäns zu sein klingt aufregend. Im Amsterdam des frühen 19. Jahrhunderts war es aber vielleicht einfach normal und genauso langweilig, wie glückliche Kindheiten sein müssen, erfüllt von Spielen und Erfindereien. Ich denke, der Held dieser Geschichte hatte eine glückliche Kindheit, eine acht auf einer Skala von eins bis zehn würde ich ihm geben, wenn zehn hieße vollendetes Glück und eins totales Fiasko. Er starb vor mehr als hundert Jahren, also muss ich ihn mir sowieso nach und nach ausdenken. Dieser Mann ist einer der Menschen, für die ich eine große Vorliebe habe, Menschen, bei denen nicht klar ist, wer sie sind.

"Ich bin Makler in Kaffee und wohne Lauriergracht 37." Mit diesem Satz eröffnet jemand, der nie Kaffeehändler war und nicht einmal über Kaffee schreiben wollte, einen Roman, den er nur romanhaft verfasst hat, damit die Leute ihn lesen. Tatsächlich fiel das Buch "wie ein Donnerschlag" ins Land.

Max Havelaar of de koffiveilingen der Nederlandsche Handelsmaatschappij (Max Havelaar oder die Kaffeeversteigerungen der Niederländischen Handelsgesellschaft) ist das einflussreichste Buch der niederländischen Literatur, ich möchte hier absichtlich nicht relativieren. "Es ging ein Schaudern durch das Land" , sprach offenbar ein Abgeordneter von der Tribüne des Parlaments kurz nach der Veröffentlichung. Berühmt wurde der Verfasser unter einem Namen, den er sich selber erfunden hat: Multatuli. Das Pseudonym kommt vermutlich aus einem Satz in den Briefen von Horaz, multa tulit, "der viel ertragen hat" . Bis heute ist der erfundene Name weitaus bekannter als der echte.

Der viel ertragen hat

Multatuli ist einer der berühmtesten Vergessenen. In den Niederlanden wird er dieses Jahr groß gefeiert und fast täglich irgendwo zur Auferstehung gebracht, er oder vielmehr der Held seines Romans, Max Havelaar. Max wird hundertfünfzig Jahre alt, sein Erfinder wäre im März hundertachtzig geworden. Außerhalb Hollands kennt ihn niemand mehr.

Eduard Douwes Dekker war der Name, den der Sohn des Kapitäns von seinen Eltern bekam, als er am 2. März 1820 in einem schmalen Haus an einer engen Gasse zwischen zwei Amsterdamer Grachten das Licht der Welt erblickte.

War er ein wildes Kind? Das ist schwer zu sagen. Man sagt, er habe früh Gedichte geschrieben. Er war das dritte von vier Geschwistern - die Füllung im Sandwich. Die Familie gehörte einem holländischen Patriziergeschlecht an und war streng gläubig. Mit achtzehn fuhr Eduard an Bord eines Schiffes, auf dem sein Vater das Kommando führte, nach Batavia, dem heutigen Jakarta. Die Reise dauerte fast ein Jahr, und als er ankam, war er neunzehn. In Batavia, damals Teil des niederländischen Kolonialreichs, trat er in den Dienst der niederländischen Verwaltung und wurde Finanzbeamter. Die Arbeit gefiel ihm, der zeitlebens Geldprobleme haben würde, nicht sonderlich. Glücklicherweise hielt die Nordwestküste der Insel Java aber auch andere Überraschungen bereit. In Indonesien, zum ersten Mal weitab vom kleinbürgerlichen Milieu seiner Herkunft, sei seine Seele erwacht, wird Multatuli später schreiben.

Ich stelle mir Batavia im Jahr 1839 vor. Nachtfalter schwirren durch die Luft. Sie stechen mit ihren Fühlern in reife Orangen, saugen den Saft heraus. In einer Bucht nördlich der Stadt liegen hundertfünf Inseln, zu Eduards Zeit noch mit feuchtem tropischen Regenwald bewachsen. Eduard geht nicht schwimmen. Er spielt und verspielt mehr, als er verdient. Nach einigen Jahren fröhlichen Lebens in Saus und Braus wachsen ihm die Schulden über den Kopf. Er hat genug von Batavia und bewirbt sich um einen Gouverneursposten außerhalb. Im Alter von zweiundzwanzig Jahren bekommt er eine Stelle auf Sumatra, als Kontrolleur des berüchtigten Distrikts Natal, berüchtigt deshalb, weil es als schwer verwaltbar gilt.

Hier in Natal treffe ich den noch stets jungen Eduard zum ersten Mal. Er ist entsetzt über die Art und Weise, wie die einheimische Bevölkerung von der niederländischen Kolonialmacht zugerichtet wird, die den Javaner schlicht als "Zucker- und Kaffeewerkzeug" betrachtet. Ich treffe ihn, weil er darüber geschrieben hat. Im selben Jahr als Darwin sein Buch On the origin of species schrieb, 1859, wird Eduard sich in Max Havelaar verwandeln und als solcher feststellen: "Die Regierung verpflichtet den Landbauer, auf seinem Grunde zu ziehen, was ihr behagt, sie bestraft ihn, wenn er das also Hervorgebrachte irgend jemandem anders verkauft als ihr, und sie selbst setzt den Preis fest (...), wohl ist Hungersnot oft die Folge dieser Maßregeln, indessen ... fröhlich flattern zu Batavia, zu Samarang, zu Surabaja, zu Passaruan, zu Bessuki, zu Probolingo, zu Patjitan, zu Tjilatjap, die Flaggen an Bord der Schiffe, die beladen werden mit den Ernten, die die Niederlande reich machen. Hungersnot? Auf dem reichen, fruchtbaren, gesegneten Java Hungersnot? Ja, Leser. Vor wenigen Jahren sind ganze Distrikte ausgestorben durch den Hunger. Mütter boten ihre Kinder als Speise zu Kauf an. Mütter haben ihre Kinder gegessen ..."

Dem Kontrolleur fehlte Geld in der Kasse. Eduards Aussagen zufolge konnte er nichts für das Defizit, sondern es war durch fehlende Administration von Truppensendungen ins Landesinnere entstanden, täglich wurden Aufstände der Einheimischen blutig niedergeschlagen. Der junge Beamte ließ es auf eine Konfrontation mit den Vorgesetzten ankommen, die er allerdings verlor. Er musste das fehlende Geld aus eigenen Mitteln ersetzen und wurde, wieder total verschuldet, zurück nach Java versetzt.

Dort traf und heiratete er seine erste Frau Tine, Everdina Huberta Baroness von Wijnbergen, mit der er zwei Kinder hatte, einen Sohn und eine Tochter. Tine tritt im Roman unter ihrem richtigen Namen auf. Sie ist die Heldin in Eduards Leben wie im Leben seiner Figur Max. Die Tatsache, dass ihr der Ehemann im Roman treu ergeben ist, während Eduard ihr wohl auch ergeben, aber keineswegs treu ist, war vielleicht als Entschädigung gedacht. So einen Mann wie den Havelaar hätte er seiner Gattin - "die liebe, treue anspruchslose Tine" - auch vergönnt.

Nach einiger Zeit in niederrangigen Funktionen wurde Eduard wenige Jahre später doch wieder in amtliche Ehren zugelassen und erhielt den Posten des Sekretärs der Residenz Manado auf Celebes, dem heutige Sulawesi - eine Insel, die auf Landkarten aussieht wie die Blüte einer Orchidee. Auf Sulawesi soll Eduard eine legendäre Ansprache gehalten haben, in der er die Stammeshäuptlinge dazu auffordert, sich gegen die ungerechtfertigte Behandlung seitens der Regenten zur Wehr zu setzen und Unterstützung verspricht. Diese Rede, falls er sie je gehalten hat, legt er später seiner Romanfigur Max Havelaar in den Mund. Trotz bester Absichten kann Eduard seine Worte nur ansatzweise wahr machen.

Wieder überlädt er sich innerhalb kürzester Zeit mit Schulden und wird neuerlich versetzt. Nach gesundheitsbedingten Aufenthalten in den Niederlanden, wo er seine Schulden weiter zu vermehren weiß, bekommt er schließlich die Stelle, die meines Erachtens den Ausschlag dazu gab, dass er Max Havelaar erfand und seinen berühmten Roman schrieb.

Enttäuscht und tief verschuldet

Als Assistent-Resident der Provinz Lebak kam Eduard 1856 in die Stadt Rangkasbitung, wo er nicht nur korrupte Machenschaften aufdeckte, sondern auch den Mord an seinem Vorgänger. Der Mann soll von einem indonesischen Regenten, der im Dienst der niederländischen Regierung stand, vergiftet worden sein, weil er seinerseits versuchte, die Ausbeutung der Bevölkerung zu verhindern. Ob es wirklich ein Giftmord war, konnte nie ganz geklärt werden. Nachdem Eduards Anklage bei der niederländischen Verwaltung kein Gehör fand, kündigte er. Enttäuscht und, natürlich, tief verschuldet - er scheint nicht nur Spieler, sondern auch ein sehr freigiebiger Mensch gewesen zu sein - trieb er sich noch eine Weile auf Java herum, unter anderem auf der Plantage seines jüngeren Bruders Jan. Ein Jahr später schwirrte er mittellos durch Europa, versuchte sein Glück nicht nur in den Niederlanden, sondern auch in Deutschland, Frankreich, Belgien.

Brüssel am 13. Oktober 1859. Ein Mann saß einen Monat lang in einem kleinen Zimmer und schrieb. Er schrieb an seine Frau, er schrieb in sein Buch, auf einer der letzten Seiten, das, was jeder Schriftsteller am liebsten auf die letzte Seite seines Buches schriebe oder die erste, oder noch besser auf den Umschlag:

"Ja, ich will gelesen werden! Ich will gelesen werden von Staatsmännern, die verpflichtet sind, zu achten auf die Zeichen der Zeit, von Literaten, die doch auch einmal Einsicht in das Buch nehmen müssen, von dem man soviel Böses spricht ..."

Der Mann legt den Stift nieder, die Feder sogar (von einer Gans oder einem anderen Vogel), das Manuskript ist fertig. Er nimmt es unter den Arm, geht durch die Straßen Brüssels, über den großen Markt, der auch damals schon so hieß, betrachtet im Vorbeigehen die Körbe voll handgeklöppelter weißer Spitzen aus Garn. Er übergibt sein Manuskript dem bekannten Rechtsanwalt und Gelehrten Jacob van Lennep. Van Lennep liest mit Begeisterung, luchst Eduard seine Autorenrechte ab und veröffentlicht das Buch nach einigem Hin und Her. Leitende Kreise, in denen das Manuskript schon große Aufregung verursacht hatte, versuchten Eduard von der Veröffentlichung abzubringen. Im Gegenzug boten sie ihm eine sichere Stelle in Surinam oder auf den niederländischen Antillen. Eduard - wer ist schon ein Heiliger - erwog das tatsächlich kurz, allerdings zu seinen Bedingungen. Da man nicht darauf einging, gab er Van Lennep den Auftrag, das Buch herauszugeben. Innerhalb weniger Monate wurde Eduard Douwes Dekker aka Multatuli der meist-besprochene Mann der Niederlande.

"Het is geen roman, 't is een aanklacht" ("Es ist kein Roman, es ist eine Anklage" ), lautet die im Moment überall in Amsterdam plakatierte Einladung zum 150-Jahr-Jubiläum von Max Havelaar. Eduard schrieb sein Buch, um deutlich zu machen, wie das niederländische Handelswesen die indonesischen Kolonien aussaugte. Multatuli steckte seine Geschichte in eine Mogelpackung. Um Kaffee ging es darin nur, weil der Autor wusste, das Thema würde die Öffentlichkeit interessieren. Kaffeeauktionen machten damals etwa vierzig Prozent des niederländischen Staatseinkommens aus. Romane waren gerade sehr en vogue. Würde man das Buch für einen Roman halten, würde man sich zum Kauf verleiten lassen, dachte Multatuli. Er behielt recht. Nur gelang ihm der Trick zu gut. Sein Werk wurde nämlich in erster Linie wegen seiner literarischen Qualitäten bewundert. Das Los der Indonesier, um das es dem Autor gegangen war, kam erst in zweiter Linie zur Sprache und sollte sich noch lange nicht verbessern.

Ein derartiger Coup mit Sprache und Erzählperspektiven gelingt nur als unbefangener Geniestreich. "Ich gäbe viel darum, Leser, wenn ich recht wüsste, wie lange ich wohl eine Heldin in der Luft schweben lassen könnte, bis du, bei der Beschreibung eines Schlosses, mein Buch mutlos aus der Hand legen würdest, ohne abzuwarten, bis das Weib auf dem Boden angekommen ist" , heißt es in Max Havelaar.

Der Max Havelaar ist eines der Bücher, von denen ich wünschte, sie geschrieben zu haben, und denen ich wünschte, man würde sie wieder in ganz Europa lesen, wie zu Ende des neunzehnten Jahrhunderts. Heute ist der Roman auf Deutsch kaum mehr erhältlich, ebenso wenig wie Multatulis andere Werke, darunter die Beschreibung einer unfehlbaren Methode fürs Roulettespiel. Eine eigenartige Ironie des Schicksals, denn Eduard verbrachte die letzten Jahre seines Lebens großteils in Deutschland, wo er am 19. Februar 1887 in Ingelheim am Rein starb. Und sogar im Tod erlebte er noch eine Premiere. Er war der erste Holländer, der eingeäschert wurde.

"Dieses Buch ist eine Einleitung ..." , schreibt er am Ende, wo die Stimme des Autors plötzlich aus dem Stimmengewirr der Protagonisten hervorschreit, sich Gehör verschafft, auch vor Gott, in "dessen Namen" , wie es im letzten Satz heißt, "mehr als dreißig Millionen Untertanen misshandelt und ausgesogen werden." Dass die im ersten Satz des Buches genannte Adresse, Lauriergracht Nummer 37, seinerzeit zu einem Klosterkomplex gehörte, ist bestimmt kein Zufall.

Was würde Eduard sagen, wenn er wüsste, dass eine Fairtrade-Firma, die Bananen und Kaffee importiert, sich nach der Hauptfigur seines Romans benannt hat, und Starbucks in every Latte, every Cappuccino 100 Prozent Max-Havelaar-Kaffee verwendet? Wäre er zufrieden? (Andrea Grill, ALBUM - DER STANDARD/Printausgabe, 12./13.06.2010)

Zur Person:
Andrea Grill, geb. 1975 in Bad Ischl, ist Schriftstellerin. Sie studierte Biologie und Linguistik in Salzburg und Tirana, promovierte 2003 zur Doktorin der Philosophie. Zuletzt erschien von ihr der Roman Das Schöne und das Notwendige (Otto Müller Verlag, 2010).

Link:
Niederländische Originalversion des Romans im Internet

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2 Postings

ein beitrag von andrea grill ohne foto (!) mit ihrem uschi-obermaier-schmollmündchen ist wie mulatt..., multi..., multatuli mit kaffee.

großartiges porträt eines zu unrecht vergessenen (zumindest außerhalb der niederlande), das große lust macht endlich "max havelaar" zu lesen.

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