Area 51 / Groom Lake, Nevada, existiert

13. Juni 2010, 14:39
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Der Befragte Jorge Carbo ist Ingenieur bei der Nasa und arbeitet aktuell an Forschungsprojekten zur Raumfahrtausstattung

STANDARD: Sie haben als Techniker für Raumfahrtanzüge bei der Nasa angeheuert und sind heute für verschiedene Projekte, u. a. für Forschungsausstattung, verantwortlich. Ein erfüllter Kindheitstraum?

Carbo: Ja. Ich habe mich schon als Kind für die Nasa interessiert und im letzten Studienjahr an der Berkeley-Universität das Fach Raumfahrtmedizin belegt. Einer meiner Professoren half mir mit Kontakten aus, und jetzt bin ich da.

STANDARD: Glauben Sie an extraterrestrisches Leben?

Carbo: Ich glaube an die Drake-Gleichung, eine Formel, die bei Überlegungen in Bezug auf die Suche nach extraterrestrischem Leben herangezogen wird. Es gibt einfach zu viele Sterne in unserem Universum, um davon auszugehen, dass Leben nur auf einem davon existieren könnte.

STANDARD: Was halten Sie von den Theorien rund um die "Area 51" ?

Carbo: Area 51 / Groom Lake, Nevada, existiert. Ob es dort Außerirdische gibt, weiß ich nicht. Wenn es aber Lebewesen gibt, die durch Zeit und Raum reisen können, denke ich nicht, dass sie so naiv wären, Menschen zu trauen.

STANDARD: Wie erklären Sie sich diese langanhaltende Faszination?

Carbo: Ich glaube, dass Menschen die Idee, im Universum alleine und isoliert zu sein, einfach fundamental ablehnen. In dieser Haltung steckt auch viel Hoffnung drin.

STANDARD: Wenn es nun einen für Menschen bewohnbaren Planeten gäbe - würden Sie hinziehen?

Carbo: Nein. Schauen Sie doch nur, was wir mit der Erde gemacht haben. Außerdem würde ich meine Lieblingsplätze auf der Erde, die Wüsten, Ozeane und Wälder nicht für lange verlassen wollen. (Heidi Aichinger, DER STANDARD, Printausgabe, 12./13.6.2010)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Alien-Modell in der Area 51-Ausstellung in der 'Alien Zone' in Roswell

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