Frau am Alsergrund getötet: Ex-Freund weiter belastet

11. Juni 2010, 14:14
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Wertkartenhandy war am Tatort eingeloggt - Arbeitskollege hatte Nummer unter Namen des Verdächtigen in sein Telefonbuch notiert

Wien - Im Fall der am 7. April in ihrer Wohnung am Julius-Tandler-Platz in Wien-Alsergrund erschlagenen Bettina G. wird der wegen Mordverdachts in U-Haft sitzende Ex-Freund der 38-Jährigen von einem weiteren Beweismittel belastet. Am Tatort war ein Wertkartenhandy eingeloggt, das laut "Heute" ein Arbeitskollege des Verdächtigen unter dessen Namen in seinem Telefonbuch notiert hatte. Der 42-Jährige hat stets bestritten, sich am 7. April in der Wohnung der umgekommenen Frau aufgehalten zu haben.

Weiters fand die Polizei heraus, dass mit besagtem Wertkartenhandy in der Wohnung ein Gespräch mit einem anderen Mobiltelefon geführt wurde, was darauf hindeuten könnte, dass der 42-Jährige einen Komplizen hatte. Dieser könnte den Pkw des Mannes zu mehreren Baustellen im Wiener Umland gefahren haben. Mit dem Verweis auf die GPS-Daten aus einem in seinem Auto eingebauten Navigationsgerät hatte der Ex-Freund der Polizei versichert, es wäre ihm zeitlich nicht einmal in der Theorie möglich gewesen, Bettina G. aufzusuchen.

Der 42-Jährige, der bereits unmittelbar nach Auffinden der Leiche in Tatverdacht geraten war, wird bereits von einem DNA-Gutachten belastet. In der Wohnung des Opfers war ein einzelner Gummihandschuh sichergestellt worden, auf dem sich DNA-Spuren des Mannes und Blut des Opfers fanden. (APA)

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