Schlaf verbessert das Farbensehen

12. Juni 2010, 17:29
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Graue Farbe wird im Laufe des Tages mit leichtem Grünstich wahrgenommen

Westchester - Am Morgen sehen wir Farben neutral, im Lauf des Tages verändert sich diese Wahrnehmung jedoch mit der Dauer der Wachzeit. Zu diesem Schluss kommen Forscher der University of Houston auf der Tagung der US-Schlafforscher in San Antonio. Erstmals gelang ihnen in einer kleinen Studie der Nachweis, dass Schlaf auch die Art und Weise mitbestimmt, wie wir unsere Umgebung sehen.

Der Computerwissenschaftler Bhavin Sheth untersuchte dazu Freiwillige, denen er verschiedene Tafeln mit leicht grünlicher oder leicht rötlicher Einfärbung zeigte. Die Versuchspersonen sollten in verschiedenen Testreihen angeben, ob die gezeigte Farbe ihrer Ansicht nach grünlicher oder rötlicher als neutrales Grau war. Überprüft wurde das direkt vor dem Zubettgehen und beim Aufstehen, wobei die Versuchspersonen durchschnittlich 7,7 Stunden schliefen.

Ergebnis

Es zeigte sich, dass graue Farbe im Laufe des Tages zunehmend einen leichten, jedoch messbaren Grünstich erhält. Während des Schlafes in der Nacht wird dieser Fehler jedoch korrigiert und am Morgen ist Grau wieder Grau. Warum dies so ist, konnte nicht ermittelt werden. Denn der Erholungseffekt stellte sich auch dann ein, als die Forscher die Augen im Schlaf durchgehend mit flackerndem Rotlicht beleuchteten, weshalb die Entlastung der Augen für die Korrektur zumindest nicht alleine verantwortlich sein dürfte. (pte)

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