Fahrradrennen für den Klimaschutz

13. Juni 2010, 16:01
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Heuer findet das 24-Stunden-Rennen in der Ökoregion Kaindorf bereits zum vierten Mal statt

Da braucht man eine Motivation, die einem in die Waden drückt, wie ein Dampfkessel. 24 Stunden ein Radrennen zu bestreiten, ist eine Pein, dass Patschenflicken, im Vergleich dazu, das reinste Zuckerschlecken ist. 24 Stunden Stress. 24 Stunden Ausdauersport. Das ist mehr, als viele andere im ganzen Jahr schaffen.

Am 16. Juli um 18:00 Uhr wird in der Nähe von Hartberg, in der steirischen Ökoregion Kaindorf, zum vierten Mal der Startschuss zum 24-Stunden-Biken für den Klimaschutz die Luft zerreißen. An die tausend Radsportler treten an, um auf die Problematik des Klimawandels hinzuweisen.

"Wir wollen mit dem 24-Stunden-Rennen ins Bewusstsein rücken, dass das Fahrrad eine sinnvolle Alternative der Fortbewegung auf Kurzstrecken im Alltag ist", erklären die Veranstalter den Hintergrund des Rennens. Dafür müssen sich mehr als 1000 erwartete Radsportler abmühen. Ex-Radprofi Peter Luttenberger war 2009 dabei, wie auch Hans Lienhart und Harry Maier, und auch für heuer rechnen die Organisatoren mit einem Starterfeld, das sich in einem Seitenblicke-Magazin des Radsports sehen lassen könnte.

Neben dem 24-Stunden-Rennen, das in neun Gruppen unterteilt ist - von der Einzel- bis zur Mannschaftswertung mit 12 Startern oder einer Senioren 50+ Gruppe -, startet am Samstag um 6:00 Uhr in der Früh der 12-Stunden-Cup, ebenfalls in neun unterschiedlichen Wertungen. Zudem wird es einen Fun-Cup geben, bei dem das originellste Team gewinnen wird, und einen offenen Cup, bei dem Fahrer mit Transponder ihre Rundenzeiten überwachen können. Der E-Bike-Cup - ausgetragen als Mannschaftsbewerb mit drei bis zwölf Startern pro Team - geht ebenfalls über 12 Stunden, und antreten darf man mit Fahrrädern, deren Unterstützung ab 25 km/h aussetzt.

Für die Athleten gibt es ein Fahrerlager, in dem sie von der Duschmöglichkeit übers Essen bis hin zum Radservice alles finden. Für die Zuschauer gibt es 36 Stunden lang Rahmenprogramm mit fest panem zu den circenses. Für die Betreuung der Kinder haben die Kaindorfer ihre Kindergartenpädagoginnen verpflichtet.

Nicht verpflichtend, aber vom Veranstalter doch erwünscht, ist die umweltfreundliche Anreise. Immerhin geht es beim 24-Stunden-Biken für den Klimaschutz darum, umweltschädliche Emissionen zu reduzieren. Deswegen fließt auch, wie schon in den Vorjahren, der gesamte Reinerlös des Rennens in Klimaschutzmaßnahmen.

Das Startgeld beträgt für einen 24-Stunden-Cup-Fahrer 30 Euro, oder mit Vollverpflegung 32 Euro, für 12-Stunden-Racer 20 beziehungsweise 23 Euro. Starter im offenen Cup löhnen pro Runde 10 Euro. Die Strecke ist ein Rundkurs mit einer Länge von 17,9 Kilometer und einer Höhendifferenz von 185 Meter. Nennschluss ist am 6. Juli, Nachnennungen - die Nachnenngebühr beträgt 20 Euro - können bis 11. Juli erfolgen. (glu/14.06.2010)

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