Adobe bringt Flash Player 10.1 für Windows, Linux und Mac OS X

11. Juni 2010, 11:09
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Ermöglicht Multitouch - Auch zweite Beta für Android Froyo veröffentlicht

Adobe veröffentlichte nun die finale Version des Flash Player 10.1 für Windows, Linux und Mac OS X. Zeitgleich wurde eine neue Beta-Version des Flash Players für Froyo auf dem Android Market bereitgestellt. Der Softwarehersteller verspricht unter anderem mehr Leistungseffizienz, höhere Geschwindigkeiten und Multitouch-Support. Auch wurden 32 Sicherheitslücken gestopft, durch einen Großteil davon ließ sich Schadcode ins System einschleusen. Eine gepatchte Version 9 des Players soll auf älteren Systemen Abhilfe schaffen.

Verbeserungen, auch für Smartphones

Die zweite Beta des Flash Player steht für Android in Version 2.2 bereit. Adobe verspricht damit einen deutlichen Geschwindigkeitszuwachs. Adobe verwendet mit seinem Flash Player eine plattformübergreifende Runtime weshalb, mit Maßnahmen zu einer geringeren Leitungsaufnahme, einem Anliegen von Smartphone-Nutzern Rechnung getragen wurde . Um den Speicher weniger auszulasten weiß sich die Software selbst zu helfen. Öffnet man in seinem Browser etwa mehrere Tabs mit Flashinhalten, so deaktiviert der Player- bei zu hohen Speicherverbrauch - im Hintergrund laufende Aufgaben. Etwaige Bild- oder Videoinhalte werden ausgeblendet, die Tonspur lässt der Flash Player aber aktiv. So können etwa Flash-basierte Musikplayer auf Smartphones auch im Hintergrund arbeiten.

Auch veröffentlichte der Softwarekonzern Version 2.0 seiner Runtime Adobe Air 2, für Android-Geräte liegt bislang lediglich eine frühe Version vor.

Neu

Um das Decodieren von H.264-Videos leistungseffizienter zu gestalten, kann diese Aufgabe nun auch vom Grafikprozessor übernommen werden. Weiters erklärt der Softwareentwickler, dass der Player bei der Pufferung von RTMP-Videostreams nun stabiler arbeite. Das RTMFP (Real Time Media Flow Protocol) soll Server-seitig für Entlastung sorgen, mittels Peer-to-Peer-Verfahren wird so ein Teil der Rechenleistung dem Client zugeteilt.

Vorteile für Endnutzer bringt der Flash Player 10.1 mit Smart Seek. Möchte man etwa bei einem gepufferten Video zur einer bereits gesehenen Szene zurückspringen, muss das Programm den Inhalt nicht erneut laden. Dadurch ließen sich Videos außerdem mit erhöhter Geschwindigkeit oder in Zeitlupe abspielen.

Server

Ebenfalls mit dabei ist HTTP-Streaming, dieses arbeitet mit Mehrpunktverbindung und adaptiven Bitraten. Möchten mehrere User auf im Netzwerk bereitgestellte Streams zurückgreifen, gehe dies nun effizienter von statten. Das OSMF (Open Source Media Framework) liefert die, für Serverbetreiber notwendige, Software.

Mac OS X

Neben der versprochenen Private-Browsing-Funktion arbeitet die neue Version auch mit Multitouch-Geräten. Dafür war die Implementierung neuer Zugangspunkte in Actionscript 3 nötig.
Einen spürbaren Leistungszuwachs soll es, durch Apple Core Animation und verstärkte Pufferung des OpenGL-Kontexts, auf Mac OS X Systemen geben. Für eine Integration der hardwarebeschleunigten H-264-Videowiedergabe möchte man zu einem späteren Zeitpunkt sorgen. Für Mac-Systeme soll das Feature noch eine öffentliche Betaphase durchlaufen. Wer nicht darauf verzichten möchte kann auf die Vorversion Gala zurückgreifen.  (red)

  • Adobe steht zu Flash, aber auch HTML5.
    foto: adobe

    Adobe steht zu Flash, aber auch HTML5.

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