Wie "Das kleine Ich bin Ich" zu seinem Aussehen kam

10. Juni 2010, 19:12
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Personale Susi Weigel in Hittisau

Die Illustratorin und Trickfilmzeichnerin Susi Weigel prägte die Kindheitserinnerungen ganzer Generationen: Sie erzählte in farbstark aquarelligen oder federgezeichneten Bildern etwa vom kleinen Ich bin Ich. In Zusammenarbeit mit Mira Lobe entstanden 45 Bücher, die eine Millionenauflage erreichten.

Jetzt ist dieser sehr produktiven Künstlerin eine Ausstellung im Frauenmuseum Hittisau gewidmet. Ihr eindrucksvoller Weg wird anhand beruflicher Stationen, künstlerischer Arbeiten und persönlicher Dokumente aufwändig nachgezeichnet. Materialien aus dem Nachlass der in Wien aufgewachsenen, in Berlin erste Erfahrungen gesammelt habenden und von Bludenz aus aktiven Illustratorin bilden dabei den Grundstock.

Weigels ironische Porträtskizzen, politische Zeichnungen und Werbegrafiken sowie Wandbilder können ebenso entdeckt werden. Neben dieser medialen erstaunt auch ihre methodische und ausdruckssprachliche Vielfalt. So werden sowohl Beispiele ihrer Collagen mit gerissenem Papier und Buntstiften als auch ihres comicartigen Stils präsentiert.

Susi Weigels Werk wird mit dieser Personale eine Aufmerksamkeit zuteil, die seit langem ansteht. Obwohl die Künstlerin 38 Jahre, bis zu ihrem Tod, in Bludenz lebte, wurde sie in Vorarlberg kaum wahrgenommen: 2007 schmetterte der Stadtrat den Vorschlag ab, die Künstlerin zumindest mit einer Straßenbenennung zu würdigen. (it / DER STANDARD, Printausgabe, 11.6.2010)

 

Frauenmuseum Hittisau, Platz 501. Bis 26. 10.

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