Denifl radelt umsonst davon

10. Juni 2010, 18:27
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Tiroler wurde bei Bergetappe als Führender zweieinhalb Kilometer vor dem Ziel eingeholt

Risoul - Der Tiroler Stefan Denifl hat sich am Donnerstag beim hochklassig besetzten Rad-Etappenrennen Criterium du Dauphine stark in Szene gesetzt. Der Cervelo-Profi wurde auf der vierten Etappe als alleiniger Führender im Anstieg zur Bergankuft in Risoul erst zweieinhalb Kilometer vor dem Ziel eingeholt, dann aber duchgereicht. Denifl war auf dem mit 210,5 km längsten Teilstück des ProTour-Rennens über 170 km mit einem Begleiter an der Spitze gefahren. Der Tagessieg ging an den Franzosen Nicolas Vogondy, der Slowene Janez Brajkovic behielt die Führung im Gesamtklassement.

Dem Ausreißer schwanden die Kräfte

Denifl, der sich am Vortag im Einzelzeitfahren zurückgehalten hatte und im Gesamtklassement deshalb weit zurücklag, war nach 30 km gemeinsam mit dem US-Amerikaner Danny Pate ausgerissen. Das Duo fuhr mit über drei Minuten Vorsprung in den 13 km langen Schlussanstieg. Der Österreicher attackierte wenig später und fuhr dem Etappenziel auf 1.870 m Seehöhe zehn Kilometer lang alleine entgegen. Die Kräfte des 22-jährigen Stubaitalers reichten aber nicht mehr aus, um die Verfolger bis ins Ziel im französischen Wintersportort in Schach zu halten. Letztlich kam Denifl als 57. ins Ziel.

Auf den letzten Kilometern der Etappe schaltete sich auf Tour-de-France-Sieger Alberto Contador in die Nachführarbeit ein. Der Topfavorit aus Spanien belegte schließlich hinter Brajkovic Platz vier und liegt im Gesamtklasssement als Dritter nun 1:41 hinter dem Slowenen. Am Freitag folgt in den französischen Alpen eine weitere Bergetappe.

Die Enttäuschung über den knapp verpassten Erfolg war bei Stefan Denifl groß. "Sicher bin ich ziemlich enttäuscht, weil es eine große Chance war, eine Etappe bei einem großen Rennen zu gewinnen", meinte der Tiroler. "Es war ein harter Tag, 180 km an der Spitze mit viel Wind", betonte der Cervelo-Profi. (APA)

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