Deutschkenntnisse für Einwanderung Voraussetzung

10. Juni 2010, 16:18
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Innenministerin hält Sprachverpflichtung für Frauen für einen der "größten emanzipatorischen Schritte"

Wien - Innenministerin Maria Fekter hat ihren Plan, MigrantInnen schon vor ihrer Reise nach Österreich Deutschkenntnisse abzuverlangen, abermals verteidigt und diesen als "emanzipatorischen Schritt" angepriesen. Bei ihrer Rede anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) am Donnerstag meinte sie, gerade Frauen hätten so bessere Chancen auf Bildung und beruflichen Erfolg. Fekter stellte außerdem ihren neu gegründeten Expertenrat vor und nahm Länder und Gemeinden bei der Integration in die Pflicht.

"Ich halte die Sprachverpflichtung etwa für Frauen für einen der größten emanzipatorischen Schritte, die wir tun können", ist Fekter überzeugt. Das Gesetz, das gerade vorbereitet werde, ist für die Innenministerin ein "Herzensanliegen". So würden Mädchen und jungen Frauen "aus gewissen migrantischen Hintergründen" Weiterbildung und berufliche Karriere verwehrt und im Familienverband "gut verwahrt". "Das entspricht nicht unserem gesellschaftlichen Konsens", so Fekter. Auch allgemein würde man bei der Emanzipation der Frauen im Integrationsbereich weit zurückliegen. (APA)

 

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