"Einschränkungen der ORF-Onlineangebote sind gefährlich und unprofessionell"

10. Juni 2010, 15:37
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Für den ORF-Redakteursratsvorsitzenden Fritz Wendl sind die geplanten Einschränkungen der ORF-Onlineangebote in der derzeit kolportierten Form "weder mit dem gesetzlichen Informationsauftrag des ORF noch mit journalistischer Professionalität und schon gar nicht mit zeitgemäßem Medienverständnis vereinbar."

Geradezu absurd sei die Vorstellung, gesetzlich zu fixieren, dass "Berichterstattung nicht vertiefend sein" dürfe oder die Berichterstattung auf den ORF-Landesstudio-Seiten auf "zehn Tagesmeldungen" zu beschränken.

Zu Verboten von Nachrichtenarchiven oder der "Futurezone" sagt Wendl, das "würde es dem ORF unmöglich machen, den Gebührenzahlern im Internet zu bieten, was diese selbstverständlich von diesem Medium erwarten."

"Wird den ORF-Journalisten verboten auch im Internet ihren umfassenden Informationsauftrag professionell zu erfüllen, hieße das den ORF von wesentlichen Medienentwicklungen und in ganz besonderem Ausmaß von jugendlichem Publikum abzuschneiden", so der ORF-Redakteursratsvorsitzende. (red)

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