Umgestaltungs-Vorhaben für Linzer Innenstadt

10. Juni 2010, 15:20
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Attraktive Achse von neuem Musiktheater als Ziel - Planungsbüros gefragt

Linz - Die Linzer Innenstadt soll ein Facelifting erhalten. Der Bau des neuen Musiktheaters soll zum Anlass genommen werden, um auch den 180 Jahre alten Volksgarten und die Landstraße neu herauszuputzen, womit eine städtebauliche Achse entstehen könnte, die vom neuen modernen Bahnhofsviertel über die Oper und die Einkaufszone bis hin zum Donaupark führt. Vizebürgermeister Klaus Luger und Stadträtin Susanne Wegscheider stellten dementsprechende Pläne in einer Presseinformation vor.

Mit dem Bau des Musiktheaters, das 2012/13 den Betrieb aufnehmen soll, bekommt die Blumau ein neues Erscheinungsbild. Aus der ehemaligen Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs wird der Vorplatz des Opernhauses. Die Straßenbahn wurde in den Untergrund verlegt. Der angrenzende Volksgarten, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit dem "Volksgartensalon" bereits einen Vorläufer des Musiktheaters beherbergt hat, soll eine grüne Kulisse für das Theater werden und gleichzeitig das "öffentliche Wohnzimmer" der Innenstadtbewohner sowie Spielplatz derer Kinder bleiben.

Die Stadt und die Musiktheatererrichtungsgesellschaft wollen nun drei Planungsbüros einladen, Vorschläge abzuliefern. Daraus soll ein Gesamtkonzept entstehen und 2011/12 umgesetzt werden - bewusst nicht auf einen Schlag, sondern langsam, um besser auf die Bedürfnisse der Benutzer reagieren zu können. Wegscheider verwies in einer Pressekonferenz am Donnerstag auf die historische Bedeutung des Gartens für viele Linzer aus allen Bevölkerungsschichten. Denn als der Park 1929 nach dem Vorbild des Wiener Volkspraters angelegt wurde, lag er noch im landwirtschaftlichen Gebiet. Mittlerweile ist die Stadt so gewachsen, dass die Grünanlage Teil der City geworden ist.

Neben dem grünen Vorzimmer des Musiktheaters soll aber auch die Landstraße, die von dort wegführt und die wichtigste Linzer Shopping-Meile ist, umgestaltet werden. Verkehrsreferent Luger denkt dabei an Mischverkehrsflächen zwischen Musiktheater und Bismarckstraße. Diese sollen von Fußgängern sowie Rad- und Autofahrern gemeinsam genutzt werden. Die Erfahrung habe gezeigt, dass damit die Zahl der Unfälle mit Personenschaden sinke. Er erwartet, dass die Landstraße dadurch besser als bisher frequentiert wird, und will im Herbst Gespräche mit den Wirtschaftstreibenden und den Innenstadtbewohnern aufnehmen. (APA)

 

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