Die Russen kaufen wieder mehr ein

10. Juni 2010, 13:44
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Handels-Umsätze legten bis Anfang Juni nach massiven Einbrüchen 2009 wieder um fünf Prozent zu

Wien - Die Russen kommen wieder verstärkt zum Einkaufen in die heimischen Geschäfte. Von Jänner bis Anfang Juni haben sie um 14 Prozent mehr Geld ausgegeben - allein im März sogar doppelt soviel - wie im gesamten Vorjahr. Ein Umsatzplus im gesamten Shopping-Tourismus von 5 Prozent in den ersten fünf Monaten sei die Folge, teilte der Österreich-Geschäftsführer des Mehrwertsteuerzurückerstatters Global Blue (vormals Global Refund), Gerd Gfrerer, am Donnerstag mit.

2009 waren die Tax-Free-Umsätze noch um 10 Prozent auf 222 Mio. Euro gesunken. Es kamen weniger Gäste aus Russland und der Ukraine, dafür aber etwas mehr aus Asien. Im Durchschnitt gab jeder Shopping-Tourist 321 Euro aus.

Seit März sorgen Touristen aus dem EU-Ausland wieder für klingelnde Kassen in Österreich. Bei den Einkäufen der Nicht-EU-Touristen sind die Gäste aus Russland die wichtigste Gruppe - sie tätigen etwa ein Drittel der gesamten Shopping-Ausgaben. "Bei den Russen ist man fast wieder dort, wo man im Rekordjahr 2008 war", sagte eine Unternehmenssprecherin zur APA. Das zeigt laut Global-Blue-Chef Gfrerer, dass die Kaufkraft in Russland wieder stärker geworden ist.

Doch auch Touristen aus China, Taiwan und Thailand lassen immer mehr Devisen in Österreich - gefragt sind vor allem Mode, Schmuck, Uhren und Souvenirs. Mit den Gäste aus China stiegen die Umsätze heuer gegenüber 2009 um 9 Prozent, mit jenen aus Taiwan sogar um 27 Prozent. Die Ausgaben der Chinesen steigen kontinuierlich. Pro Tag und Geschäft geben sie in Österreich im Schnitt 407 Euro aus - das sind um 15 Prozent mehr als im Jahr 2009 und um 27 Prozent mehr als noch 2008.

Zuwächse bei den Tax-Free-Umsätzen im zweistelligen Bereich verbuchten heuer Wien und Salzburg. Abgesehen von den "klassischen Tourismus-Hochburgen" Wien, Salzburg und Tirol legten in den vergangenen Monaten auch die Outlet-Center zu. Das Burgenland verzeichnete heuer bereits ein Umsatzplus von 28 Prozent. (APA)

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