Vassilakou

"Zeitpunkt für Nachfolge verpasst"

10. Juni 2010, 12:36

Klubobfrau: "Streit am Vorabend einer Wahl nicht unbedingt förderlich" - Neuer Spitzenkandidat Spritzendorfer sieht Konflikt beendet

Wien - Angesichts der Reibereien bei den Grünen in Wien-Josefstadt und der gestrigen Entscheidung, den amtierenden Bezirksvorsteher Heribert Rahjdian nicht mehr als Spitzenkandidaten für die Wien-Wahl ins Rennen zu schicken, hat sich Klubobfrau Maria Vassilakou am Donnerstag um Schadensbegrenzung bemüht: "Das ist keine Katastrophe." Es sei aber eine Binsenweisheit, "dass ein Streit am Vorabend einer Wahl nicht unbedingt förderlich ist". Der neue Spitzenkandidat Alexander Spritzendorfer sah den Streit heute als beendet.

"Goldrichtige Zeitpunkt verpasst"

"Es ist der goldrichtige Zeitpunkt verpasst worden, die Nachfolgeentscheidung zu klären und Konflikte zu befrieden", fand die Grünen-Chefin durchaus kritische Worte. Man könne aus der Sache jedenfalls nicht die Konsequenz ziehen, Listen wie andere Parteien autoritär und intransparent zu entscheiden: "Es ist nichts außergewöhnliches, dass es am Vorabend der Listenerstellung zu Konflikten kommt." Bei den Grünen werde eben nicht hinter gepolsterten Türen entschieden.

Vassilakou bezeichnete die Kür von Alexander Spritzendorfer zum neuen Spitzenkandidaten des achten Bezirks als "etwas überraschend". Es sei jedenfalls ein Neustart mit einer "Integrationsfigur" gelungen. Der 47-jährige Ex-Kulturmanager habe ihr vollstes Vertrauen und werde einen hervorragenden Wahlkampf führen. Rahdjian, der bis zur Wahl im Herbst Bezirksvorsteher bleiben wird, bedachte die Klubchefin mit "größtem Dank und größter Wertschätzung". Er habe hervorragende Arbeit geleistet und werde dies bis zu seiner Ablöse weiterhin tun. Rahdjian ist nach der gestrigen Niederlage nun gar nicht mehr auf der Bezirksliste vertreten.

Zustimmung von 60 Prozent

Spritzendorfer selbst, seit 2003 für die Grünen aktiv und derzeit noch Klubsekretär in der niederösterreichischen Landespartei, sprach heute von einer "verantwortungsvollen, schwierigen, aber auch schönen Aufgabe". Den Konflikt sah er - nach einer Zustimmung von knapp 60 Prozent - als beendet. Gefragt nach seinen Qualitäten blieb er einigermaßen vage: "Es wird sich noch herauskristallisieren, was ich besser und schlechter machen kann." Ein Unterschied zur Ära Radjian bestehe jedenfalls darin, "dass er 74 ist, und ich 47."

Seine Funktionen in Niederösterreich werde er mit dem morgigen Freitag zurücklegen, kündigte Spritzendorfer, der seit zwölf Jahren in der Josefstadt lebt und folglich regelmäßig ins Nachbarbundesland pendelt, an. Großes Augenmerk will er auf die Reduzierung des Autoverkehrs und auf die Erhaltung der Kaufkraft im Bezirk legen. Auf lange Frist hat sich der frisch gewählte Spitzenkandidat jedenfalls ein hohes Ziel gesetzt: "Ich will, dass die Josefstadt ein internationales Beispiel für grünes Regieren wird, das sich Leute aus ganz Europa anschauen können." (APA)

 

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Posting 1 bis 25 von 73
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free spirit
04
11.6.2010, 17:09
"Zeitpunkt für Nachfolge verpasst"

irreführende überschrift. ich habe wirklich einen moment lang geglaubt, vassilakou wolle sich dafür entschuldigen, dass sie noch immer da ist.

Herr Brandt
10
11.6.2010, 06:30

Alles klar, der 8. Bezirk ist diesmal also der Kampfbezirk der ÖVP. Die schwarzen Parteiposter wurden schon mobilisiert, damit am Wahlabend wenigstens irgendwas beklatscht werden kann. Die Verzweiflung muss schon sehr groß sein.

. . .
25
11.6.2010, 00:11
ich wünsche den grünen, welche ich seit über 20 jahren wähle eine katastrophale niederlage

vielleicht lernt ihr was daraus und ich kann wieder grün wählen.

angmar hexenkönig
93
10.6.2010, 19:38
Wenn ich mir die meisten Postings so ansehe, kann ich nur lachen.

Ein 74jähriger Ex-ÖVPler wollte unbedingt selber bestimmen, wer ihm nachfolgt und hat die eigene Partei erpresst.

Die ehemalige GRAS-Chefin war ihm nicht gut genug, btw. bleibt die Frage, wer wohl die ganze Drecksarbeit für den älteren Herrn erledigt hat ... hm, vielleicht doch die Stellvertreterin? Und wurde das vielleicht von den beteiligten Leuten goutiert?

Radijan war vielleicht gut darin, bei den Hofratswitwen Prince Charming zu spielen, aber von der Sacharbeit war er reichlich unbeleckt.

Das hat die Basis entschieden, nicht mehr und nicht weniger.

hotta
00
13.6.2010, 09:15
Drecksarbeit ?

Es entsetzt mich, wenn ich sehe wie die Arbeit von politischen Mandataren bewertet wird. Anstatt deren Aufgabe als Dienst an der Gesellschaft hoch zu schätzen, sprechen einzelne Nörgler von Drecksarbeit, die es zu tun gilt. Da gibt es offensichtlich noch viel zu tun, um Staatsbürgerkunde nach unten zu verbreiten.

El Coyote
04
10.6.2010, 22:21
ehemalige GRAS-Chefin ?

ebenso unnötig, wie damals die GRAS war, als sie deren Chefin spielte!
Die GRAS lebte nur vom Namen der Grünen, an der TU Wien z.B. war sie überhaupt nicht existent (die echten Grünen waren die Fachschaftslistler).

Alfred.E.Neumann
02
10.6.2010, 21:44

Liebe Freunde, und genau deswegen werden wir ein Watsche bekommen, im Achten!

rotes gfries
18
10.6.2010, 18:32

... ich war damals in der au! leute was ist heute aus euch geworden!

Ava Tar
02
10.6.2010, 18:46

ja DU warst in der Au. Die Vallilikou und die Eva eh nicht.

chris broda
01
10.6.2010, 18:17

geht nach hause, leute....

Martin W
11
10.6.2010, 18:11
Na ja

wieder ein großer Schritt in Richtung Kleinpartei. Deren Selbstzerstörungstrieb ist ja schon fast dem der SPÖ gleichertig...

jeff5
01
10.6.2010, 17:45
seit vdb weg ist, gehts bergab.

vassilakou ist wie glawischnig einfach überlastet.

sie sind ja nett anzusehen und sympathisch, aber einen der wenigen pluspunkte wie rahdjian wegzujagen, das ist unfair.

eine typische altpartei.

Tom93
313
10.6.2010, 17:36
70 wählerInnen hat die grüne bezirksversammlung

herr alexander "spritzi" spritzenhuber hat einen stimmenanteil von 60% errungen, was ungefähr 42 stimmen ausmacht.

ZWEIUNDVIERZIG haben für ihn gestimmt, ca. 28 für den amtierenden bezirksvorsteher. wenn es sich nur acht leutchen anders überlegt hätten, wäre rahdjian immer noch spitzenkandidat.

das nenne ich eine demokratische partei: acht friends of doris müller haben den ausschlag gegeben, haben es einem no-name ermöglicht, einen beliebten bezirksvorsteher, der die letzten wahlen für die grünen gewonnen hatte, wegzuputschen.

jimmydean
20
10.6.2010, 18:14
ja und ?

wenn das bzö vor ein paar jahren nicht die 4% hürde geschafft hätte (da ging es auch um ein paar hundert stimmen), dann wäre sich rot-grün ausgegangen... das ist demokratie... wenn sich nicht mehr als 70 leute aufraffen können, zur versammlung zu gehen, ist das eben ein zeichen, dass der rahdjian nicht so gut mobilisieren konnte... völlig normal in einer demokratie... niemand behauptet das jede demokratische entscheidung richtig ist, aber demokratisch ist sie...

momodeluxe
33
10.6.2010, 18:08

ich würd mich bei den 34 "leutchen" beschweren, die nicht "frieds of doris" sind, und trotzdem für den neuen gestimmt haben.

warum das verhalten nicht demokratisch sein soll, wissen wohl nur Ihre grünstrichler-freunde.

Paolo Rossi
05
10.6.2010, 17:26

Der "goldrichtige" Zeitpunkt für Vassilakous Rücktritt samt Manolo Blahniks-Fraktion wäe jetzt.

k 2r
14
10.6.2010, 17:12

der achte bezirk ist verloren, ihr pfeifen!

hotta
00
13.6.2010, 09:19
Und aus!

Ja, das sehe ich auch so. Erfahrungsgemäß werden streitende Parteien bei der nächsten Wahl abgestraft, noch dazu, wenn man einen Neuen kaum Zeit und Gelegenheit gibt sich zu profilieren

sotho talker
 
16
10.6.2010, 16:59
es steht zu hoffen die niederlagen

der grünen werden empfindlich sein.

zurzeit gibt es keine denn diese hier ist gerade am begin eines selbsterneuerungsprozesses.

aus objektiver sicht:
österreich braucht eine aktive grüne partei im spektrum.
(ebenso wie es eine liberale partei und eine linke partei bräuchte)

sind die niederlagen nicht sichtbar gewaltig besteht langfristig die gefahr des verschwindens dieser partei.

die grünen, eine aussterbende art. vielleicht auch bald auf der roten liste?

pickeliger blogger
13
10.6.2010, 15:41
der spritzendorfer ist doch ganz sympatisch

http://www.spritzendorfer.at/

schaut gut aus.
anschauen!

hotta
00
13.6.2010, 09:25
Vita

Also, eine vielseitige Biografie hat er allemal. Ein Mann für jede Aufgabe! Wieviel tatsächliche Effektivität hinter seinen zahlreichen Stationen steckt, läßt sich wohl nur schwer ausmachen. Ob die JosefstädterInnen mit ihm klar kommen, wird sich im Herbst zeigen.

jeff5
03
10.6.2010, 19:48
vielleicht schaut die homepage gut aus, er macht zwar auf 47, aber der 74jährige wirkt frischer.

Tom93
24
10.6.2010, 16:58
darf ich fragen was du sympathisch an einem findest...

...der seinem gegenkandidaten und erfolgreichen bezirksvorsteher sein alter vorhält? motto: "ich bin 47, er ist 74, hahahaha!"

jimmydean
10
10.6.2010, 18:21
oder von einem der sagt

"ab morgen früh wird zurückgeschossen ?"...also bitte, lasst euch ruhig noch ein paar zitate einfallen, möglichst auch mit verständlicher grammatik, sonst glaubt man noch, da wird jandl zitiert...

witz bold
00
10.6.2010, 16:01
Und noch "sympathischer"

wird er, wenn er den Mund aufmacht. Kunst in Wien, sei "bei den Toten die Klassik..."!

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