Endgültiges Aus für "Linzer Auge"

9. Juni 2010, 16:18
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Schwimmende Aussichtsplattform hatte nie regulär funktioniert

Linz - Das Linz09-Projekt "Linzer Auge", das erst mit einem Jahr Verspätung in Schwung kam und in der Vorwoche ein Raub des Hochwassers wurde, wird sich nie wieder auf der Donau drehen, wurde am Mittwoch per Aussendung bekannt gegeben.

Das Präsidium des Betreibers, der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten, hat beschlossen, dass die Aussichtsplattform weder repariert noch an seinen Standort vor dem Ars Electronica Center zurückgebracht wird.

Das Linzer Auge war durch das Hochwasser in der Nacht auf Freitag abgetrieben worden. Es kam zwischen dem Ufer und einer Schiffsanlegestelle zum Stillstand, die Feuerwehr sicherte die Plattform mit drei Stahlseilen. In der Nacht auf Samstag wurde die Plattform schließlich geborgen. Die Kammer hat nun entschieden, zur Klärung der Unfallursache ein gerichtliches Beweissicherungsverfahren einzuleiten.

Das Rondeau, ursprünglich als Linz09-Projekt vorgesehen, erlangte vor allem durch eine Pannenserie Berühmtheit und ging erst vergangenen Mai in Betrieb: Anfangs hatte Hochwasser den Transport von Bratislava nach Linz verhindert, dann waren es Belagsarbeiten, die der rechtzeitigen Inbetriebnahme einen Strich durch die Rechnung gemacht haben.

Als die knapp 60 Tonnen schwere Plattform dann endlich da war, drehte sie sich nicht. Nach der Reparatur funktionierte sie nur mit Hilfe von Muskelkraft und dann mittels eines Motors - was nicht im Sinne des Erfinders war, der einen Antrieb durch die Flussströmung konzipiert hatte. (APA)

 

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