PH Wien testet "elektronische Tafel" und "digitale Schultasche"

9. Juni 2010, 13:48
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Soll "völlig neue Unterrichtsformen" ermöglichen

Wien - Die Pädagogische Hochschule (PH) Wien testet im Rahmen des Projekts "campusPLUS" derzeit den Einsatz von "elektronischen Tafeln" und "digitalen Schultaschen" im Unterricht und zeigt damit laut einer Aussendung vom Mittwoch "Technologien für die Schule von morgen". Anstelle der bisherigen Tafeln werden Whiteboards eingesetzt, die mit speziellen Softwarepaketen arbeiten und mit Laptops verbunden sind. Auf einem USB-Stick ("digitale Schultasche") können Schüler die auf der Tafel geübten Aufgaben nach Hause mitnehmen, wiederholen oder vertiefen. Die benötigte Software ist ebenfalls auf dem Stick gespeichert.

Laut PH Wien ermöglicht die elektronische Tafel "völlig neue Unterrichtsformen": Auf ihr kann mit Bildern, Audio- und Video-Daten gearbeitet werden. Dank einer direkten Verbindung zu den PC-Arbeitsplätzen der Schüler können auch deren Bildschirm-Oberflächen auf das Board projiziert werden. Der gemeinsam erarbeitete Lernstoff wird später in den "digitalen Schultaschen" zum Üben mit nach Hause genommen, die Schüler können aber auch neue Aufgaben lösen. Die benötigte Software ist auf dem USB-Stick und kann ohne Installation auf dem Rechner daheim genutzt werden. "Softwarekauf und Lizenzprobleme sind damit für die Eltern Vergangenheit", heißt es in der Aussendung.

Die neuen Technologien für den Schulunterricht, die das Zentrum für Medienbildung der PH Wien erarbeitet hat, werden bereits von Schulen im Testlauf eingesetzt und derzeit von der PH auf ihre pädagogische Nutzbarkeit überprüft. (APA)

  • Alles was auf den Tafeln geschrieben wurde, wird später in "digitale Schultaschen" verfrachtet.
    foto: ph wien/ian ehm

    Alles was auf den Tafeln geschrieben wurde, wird später in "digitale Schultaschen" verfrachtet.

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