Matthias Faust aus rechtsextremer DVU ausgeschlossen

9. Juni 2010, 11:51
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Nach Ankündigung von Fusion zwischen NPD und DVU ohne Vollmacht des Vorstandes

Hamburg - Der Vorsitzende der rechtsextremen Deutschen Volksunion (DVU), Matthias Faust, ist mit sofortiger Wirkung aus der Partei ausgeschlossen worden.

Er bestätigte am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa einen Bericht des Hörfunksenders NDR Info. Faust kündigte jedoch an, juristisch gegen seinen Rauswurf vorzugehen.

Die DVU wirft Faust vor, eine Fusion der rechtsextremen Parteien NPD und DVU ohne Vollmacht des Vorstands angekündigt zu haben. Damit habe er gegen Interessen der Partei gehandelt und gegen Beschlüsse verstoßen.

Faust hatte im vergangenen Jahr die Nachfolge des Parteigründers Gerhard Frey angetreten, eines Münchner Verlegers, der die rechtsextreme "National-Zeitung" herausgibt. Die DVU war in den vergangenen Jahrzehnten in verschiedenen deutschen Landtagen vertreten, hat sich aber in keinem dauerhaft halten können. Sie hat in Deutschland etwa 6.000 Mitglieder, die NPD 7.000. (APA)

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