Türkei sperrt Facebook und Youtube

9. Juni 2010, 13:27
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Gegenseitige Schuldzuweisung zwischen Anbietern und Ministerien - Auch Online-Office Google Docs von Blockade betroffen

Googles Videoplattform Youtube und das soziale Netzwerk Facebook wurden nach Angaben der International Business Times von der Türkei gesperrt. Neben dem Videodienst waren von dem Bann auch der Feedburner, ein Dienst zur Sammlung von Nachrichten aus dem Internet, sowie Google Docs gesperrt. Auch weitere, von Silicon Valley unabhängige, Webseiten fielen aus - nicht aber die Suchmaschine selbst.

Begründung

Ein türkischer IT-Blog informiert und befragt Benutzer des Landes, um in Erfahrung zu bringen worin das tatsächliche Problem besteht. Mitunter, so möchte man in Erfahrung gebracht haben, wurden einige - dem Videoportal Youtube zugeordnete - IP-Adressen durch Internetanbieter herausgefiltert. Die Sperre einiger Youtube-IPs habe zur Folge, dass auch jene Internetseiten ausfielen, wo Webvideos des Portals eingebunden würden.

Schuldzuweisung

Die kompakte Begründung der jeweiligen Anbieter beim Besuch blockierter Seiten: "Aus rechtlichen Gründen gesperrt." Ähnliche Worte findet ein betroffener Internetprovider in einem Schreiben, welches im Blog veröffentlicht wurde. Das türkische Ministerium für Kommunikation erklärte "einige Google-Angebote gedrosselt" zu haben, berichtet Gazeteport. Dadurch entstandene Probleme seien aber nicht Problem des Ministeriums, sondern vielmehr jenes der Anbieter und Betreiber.

Auch Google habe sich laut dem Blogger bereits geäußert und erklärt, dass man an der Problembehebung arbeite. (red)

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    Türkei sperrt einige Google-Dienste, darunter Youtube und Facebook.

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