Santander vor Kauf der deutschen SEB-Filialen

9. Juni 2010, 10:31
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Hamburg - Im Bieterwettstreit um das Privatkundengeschäft der schwedischen Großbank SEB in Deutschland zeichnet sich einem Medienbericht zufolge eine Entscheidung ab: Die SEB befinde sich in exklusiven Gesprächen mit dem spanischen Bankenriesen Santander über den Verkauf ihrer deutschen Filialen, berichtete die "Financial Times Deutschland" (Mittwochsausgabe) ohne Nennung von Quellen. Santander habe mit einem deutlich höheren Angebot ihre Rivalin, die italienische Bank-Austria-Mutter UniCredit, ausgestochen. Als Verkaufspreis waren demnach zuletzt 500 Mio. Euro im Gespräch.

Die SEB hatte vor einigen Wochen ihre Absicht öffentlich bekannt gemacht, einen neuen Anlauf beim Verkauf ihres Privatkundengeschäftes zu starten. Sie hatte sich davon bereits 2008 trennen wollen, verschob den Verkauf aber wegen der Finanzkrise. Das schwedische Institut hat nach eigenen Angaben rund eine Million Kunden in der Bundesrepublik und 174 Filialen. Santander hat 176 Filialen in Deutschland sowie rund sechs Millionen Kunden. Die spanische Großbank ist eines der größten Institute der Euro-Zone und seit Jahren auf Expansionskurs. In Deutschland ist Santander auch stark bei Verbraucherkrediten und in der Autofinanzierung. (APA)

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