Australische Soldaten finden in Westirak 51 getarnte Kampfjets

18. April 2003, 16:54
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Koalitionstruppen lassen 900 irakische Gefangene frei

Doha - Australische Soldaten haben im Irak 51 getarnte Kampfflugzeuge der irakischen Luftwaffe gefunden. Die Maschinen seien auf einem verlassenen Flugfeld im Westen des Landes aufgespürt worden, sagte der australische Oberstleutnant Mark Elliot am Freitag in Katar. Die Soldaten hätten dort zudem "eine Menge leichter Waffen" gefunden. Sie seien bei der Einnahme des Flugplatzes auf "sehr wenig Gegenwehr" gestoßen, es habe keine Opfer gegeben. Wo sich der Flugplatz befindet, sagte Elliot nicht. Im Irak sind derzeit etwa zweitausend australische Soldaten im Einsatz.

Die Invasionstruppen der von den USA geführten Koalition haben unterdessen mehr als 900 irakische Gefangene freigelassen, wie das US-Verteidigungsministerium am Freitag mitteilte. Bei den Freigelassenen habe es sich den Erkenntnissen zufolge nicht um Kämpfer gehandelt, erklärte Pentagon-Sprecher Ted Wadsworth. "Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir niemanden länger festhalten wollen als absolut notwendig", sagte er. In der Gewalt der Alliierten befinden sich mehrere tausend Gefangene.

Die Leiterin des CARE-Büros in Bagdad nannte am Freitag die Versorgung der Krankenhäuser der irakischen Hauptstadt dramatisch. Es fehle an Sauerstoffflaschen, Medikamenten und Hygienematerialien. Selbst Krankenhausbetten würden bei den Plünderungen zerstört und verschleppt. "Nur wenige Ärzte und Krankenpfleger können zur Arbeit kommen. Sie riskieren ihr Leben, bezahlt werden sie derzeit nicht", sagte Margaret Hassan. Der Mangel an sauberem Trinkwasser hat zu einer raschen Ausbreitung von Durchfallerkrankungen unter Kindern im Süden des Irak geführt. Allein im Krankenhaus der Ortschaft Al Subair bei Basra werden täglich etwa 200 Kinder unter fünf Jahren wegen Magen-Darm-Erkrankungen wie Durchfall und Erbrechen behandelt, wie ein Arzt mitteilte. Die Ärzte in der Rot-Kreuz-Klinik führten die meisten Erkrankungen auf den Mangel an trinkbarem Wasser zurück. Seit Kriegsbeginn vor einem Monat dort bereits 20 Säuglinge gestorben. (APA)

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