Drei Tote bei Gewalt zwischen Moslems und Tamilen in Sri Lanka

18. April 2003, 15:11
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2.000 Menschen nach Übergriffen in Moscheen und Tempel geflüchtet

Colombo - Bei gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Moslems und Tamilen sind im Nordosten Sri Lankas drei Menschen ums Leben gekommen. 15 Menschen wurden bei den Zwischenfällen in Mutur nahe der Hafenstadt Trincomalee verletzt. Die Regierung schickte Soldaten und Polizei in die Region. Das teilten die Behörden am Freitag mit. Nach Schießereien und Brandanschlägen in den vergangenen Tagen suchten mehr als 2.000 Menschen Zuflucht in Moscheen, Kirchen und Tempeln.

Die Unruhen waren durch die Entführung von zwei moslemischen Jugendlichen ausgelöst worden. Die moslemische Minderheit machte dafür tamilische Rebellen verantwortlich. Sowohl Moslems als auch Hindus in der Region sprechen Tamilisch. Den größten Teil der Bevölkerung Sri Lankas machen buddhistische Singhalesen aus.

Die "Befreiungstiger von Tamil Eelam" (LTTE) hatten von 1983 bis zum vergangenen Jahr für einen eigenen Tamilen-Sstaat gekämpft. Der Krieg hatte die Spannungen zwischen moslemischen und hinduistischen Tamilen vertieft. Seit mehr als einem Jahr gilt ein Waffenstillstand.(APA/dpa)

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