Benetton gewinnt Klage gegen "Corriere della Sera"

18. April 2003, 15:32
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Gericht weist Anschuldigung der Kinderarbeit in der Türkei zurück

Das italienische Modelabel Benetton hat die Klage gegen die italienische Zeitung Corriere della Sera heute, Donnerstag, gewonnen. Der Journalist Riccardo Orizio hatte in einem Artikel der Tageszeitung den Modedesignern vorgeworfen, dass sie Kinderarbeit in der Türkei fördern. Ein Gericht in Mailand hat den Vorwurf als üble Nachrede verurteilt.

"Ohne jeglichen Wahrheitsgehalt" und "schlecht recherchiert"

Am 12. Oktober 1998 hatte die Tageszeitung behauptet, dass Benetton Kinderarbeit in der Türkei fördere. Der Artikel, der von Riccardo Orizio verfasst wurde, war ohne jeglichen Wahrheitsgehalt und zudem, so Benetton, schlecht recherchiert. Nach Ansicht des Gerichts erfüllten diese Behauptungen das Delikt einer üblen Nachrede unter erschwerten Umständen.

Imageschaden

Der Modehersteller sieht sich mit dem Urteil, das auch den Herausgeber Ferrucio de Bortoli betrifft, in seiner Korrektheit betreffend der Transparenz der Einhaltung von sozialen und ethischen Grundsätzen bestätigt. Das Unternehmen war von der falschen Berichterstattung schockiert und erlitt nach eigenen Angaben einen ernstzunehmenden Schaden am Image. Zudem verstoße die Berichterstattung der Zeitung der journalistischen Ethik. (pte)

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