Israel setzt Abriegelung der palästinensischen Gebiete fort

18. April 2003, 13:27
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Allgemeine Ausgangssperre bleibe auch nach dem jüdischen Passah-Fest aufrecht

Jerusalem/Ramallah - Die israelische Armee hält die vollständige Abriegelung der besetzten palästinensischen Gebiete auch nach dem Ende des jüdischen Passah (Pessach)-Festes aufrecht. Die Ausgangssperre über die besetzten Städte im Westjordanland soll bis auf weiteres bestehen bleiben, berichtete der israelische Rundfunk am Freitag. In Israel und im Grenzgebiet zum Westjordanland blieben reguläre Polizei und Grenzpolizei in höchster Alarmbereitschaft.

Begründung der Sicherheitsbehörden: 50 aktuelle Hinweise auf Anschläge

Als Grund gaben die Sicherheitsbehörden bis zu 50 aktuelle Hinweise auf mögliche Terroranschläge in Israel an. Die Armee habe allein sechs Anschläge verhindert, die palästinensische Extremisten am vergangenen Mittwoch zu Beginn des Passah-Festes in Israel geplant hatten. Vor einem Jahr hatte sich an diesem Abend ein junger Palästinenser in einem Hotel in der Küstenstadt Netanya in die Luft gesprengt und dabei 29 Gäste einer Feier getötet. Tags darauf hatte die Armee daraufhin praktisch das gesamte Westjordanland besetzt, das von Israel seither militärisch kontrolliert wird.

In den vergangenen Tagen hat die Besatzungsarmee im Westjordanland wieder Dutzende von Palästinensern festgenommen, darunter eine Gruppe von Extremisten in der Stadt Tulkarem, die einen Selbstmordanschlag in Israel vorbereitet haben soll. Bei Zusammenstößen mit Palästinensern war am Donnerstag ein 21-Jähriger im Flüchtlingslager der Stadt getötet worden.(APA/dpa)

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