Gorbach: Keinen Anlass für ÖBB-Personaldiskussionen

18. April 2003, 13:22
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Auch Kukacka stellt sich hinter Vorstand und Aufsichtsrat

Wien - Das Verkehrsministerium hat sich am Freitag geschlossen hinter die ÖBB-Führung gestellt. Sowohl Verkehrsminister Hubert Gorbach (F), als auch Staatssekretär und ÖBB-Sonderbeauftragter Helmut Kukacka (V) haben eine Ablöse von Vorstandschef Rüdiger vorm Walde und dessen Aufsichtsratspräsident Franz Rottmeyer ausgeschlossen.

Der "Kurier" berichtet in seiner Freitagausgabe, dass das Verkehrsministerium bereits auf der Suche nach einem neuen ÖBB-Chef sei, der Vorm Walde vorzeitig ablösen und die neue ÖBB-Holding leiten soll. Auch Aufsichtsrats-Chef Franz Rottmeyer soll demnach ausgewechselt werden. Als Nachfolger werde sein Vize, Wienerberger-Chef Wolfgang Reithofer, gehandelt, schreibt der "Kurier".

"Posten steht nicht zur Disposition"

Gorbach dementierte jedoch am Freitag klar: "Vorm Waldes Vertrag läuft bis Mitte 2006. Sein Posten steht nicht zur Disposition", sagte Grobach am Freitag auf APA-Anfrage. Er habe mit dem gesamten Management genauso wie mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden "konstruktive Gespräche geführt" und dabei den Eindruck erhalten, dass in der Frage der ÖBB-Reform "alle an einem Strang ziehen". "Darum besteht kein Anlass für eine Personaldiskussion", sagt der Minister.

Auch Staatssekretär Helmut Kukacka betonte am Freitag auf APA-Anfrage, dass es "keinerlei Ursachen für Spekulationen" gebe. Es gebe "weder die Absicht, noch den Anlass", Änderungen in der ÖBB-Führung vorzunehmen. Dies gelte sowohl für den Aufsichtsratspräsidenten als auch für den Generaldirektor und den gesamten Vorstand. Man habe in der Frage der ÖBB-Reform eine "gemeinsame Vorgangsweise" vereinbart, die von allen Beteiligten mitgetragen würde, so der Staatssekretär.(APA)

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