3000 iranische Revolutionswächter in den Irak eingedrungen

18. April 2003, 19:46
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Sollen gegen Volks-Mujaheddin kämpfen - US-Armee hat "keine Informationen"

Khalis - Rund 3000 iranische paramilitärische Kämpfer sind in dieser Woche nach Angaben iranischer Oppositioneller in den Irak eingedrungen, um gegen die dort im Exil lebenden iranischen Volks-Mujaheddin zu kämpfen. Am Mittwoch in der Früh und am Donnerstagabend seien rund 3000 Revolutionswächter (Pasdaran) in den Irak eingedrungen, sagte Pari Bakshai, ein hochrangiges Mitglied der Volks-Mujaheddin, am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Die Kämpfer seien in gepanzerten Fahrzeugen in der nordöstlich von Bagdad gelegenen Provinz Diyala angekommen.

Das US-Zentralkommando in Katar teilte mit, es habe keinerlei Informationen über mögliche Bewegungen iranischer Kämpfer in Irak. Am Donnerstag hatte die US-Armee mitgeteilt, sie versuche, die Volks-Mujaheddin zur Kapitulation zu bewegen. Die US-geführten Streitkräfte hatten im Irak wiederholt Stellungen der iranischen Oppositionsgruppe bombardiert. Durch die Nähe zum gestürzten irakischen Regime von Saddam Hussein haben sich die Volks-Mujaheddin in den Augen vieler Exil-Iraner diskreditiert.

Die Europäische Union, die USA und der Iran betrachten die Volks-Mujaheddin als terroristische Organisation. Sie waren am Sturz des Schah von Persien 1979 beteiligt und mussten in den 80er Jahren aus dem Iran fliehen. Seither sind sie von Nachbarländern wie dem Irak aus tätig und verübten wiederholt Anschläge gegen iranische Ziele. (APA)

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