Interpol bildet Spezialteam

18. April 2003, 13:00
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Soll geraubte Kunstgegenstände aufspüren und die Täter fassen

Lyon - Interpol will mit einem Spezialteam gegen den Raub von Kulturgütern im Irak vorgehen. Es solle Kunstgegenstände aufspüren und die Täter fassen, kündigte die internationale Polizei am Freitag in Lyon an. Noch im April sollen Interpol-Experten nach Kuwait und in weitere Länder der Region reisen, sobald als möglich auch in den Irak. Interpol appellierte an sämtliche Organisationen, die sich mit Kulturgütern und dem Kunsthandel befassen, keine Kulturschätze aus dem Irak anzukaufen. Bei Zweifeln über die Herkunft von Kulturgütern solle sofort Interpol alarmiert werden.

Für den 5. und 6. Mai hat Interpol am Hauptsitz in Lyon eine Konferenz einberufen, auf der Experten verschiedener Organisationen, darunter auch die UNESCO, darüber beraten sollen, wie effektiv und schnell gegen den Raub der irakischen Kulturgüter vorgegangen werden kann. Interpol hat bereits seine 181 Mitgliedsländer aufgerufen, auch Zoll, Grenzschutz, Kunsthandel und Auktionshäuser zu informieren. (APA/dpa)

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