Eigenwillige Glücksbringer

18. April 2003, 11:29
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Vergoldete "Kothaufen" sind in Japan neuer Trend unter den Glücksbringern

Tokio - Der japanische Unternehmer Koji Fujii setzt auf einen sehr eigenwilligen Glücksbringer, um die Stimmung seiner Landsleute zu heben: Vergoldete Kothaufen in Originalgröße sollen den Japanern ab Sonntag als Maskottchen dienen. "Jeder möchte sein kleines Stück Glück für sich", begründete der 52-Jährige aus Kyoto die bizarre Idee - was im Japanischen doppeldeutig klingt, weil die Wörter für 'Glück' und 'Kacke' sich sehr ähneln.

Produkte, die Humor haben

In der heutigen Welt gebe es keine guten Nachrichten mehr, stattdessen nur "die kränkelnde Wirtschaft und Skandale in der Geschäftswelt und in der Regierung sowie Krieg", klagte Fujii. Deshalb sei es doch erfreulich, "ein Stück 'Scheiße'" geschenkt zu bekommen: "Die Leute mögen Produkte, die Humor haben und nett aussehen." Die sieben Zentimeter hohen Haufen sollen in 200 Supermärkten in der Region Kyoto-Osaka verkauft werden, das Stück für 2.000 Yen (etwa 15 Euro).

Miniatur-Kothaufen auf Mobiltelefonen

Der Unternehmer kann zuversichtlich sein, dass die Goldhaufen sich gut verkaufen, denn er hatte bereits mit dem Vorgänger-Produkt großen Erfolg: Vergoldete Miniatur-Kothaufen mit etwas mehr als einem Zentimeter Länge gingen bisher mehr als zwei Millionen Mal über den Ladentisch; sie baumeln bei jungen Leuten am Mobiltelefon oder liegen auf kleinen roten Kissen ausgestellt in japanischen Wohnzimmern. (APA)

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