Gestern: Phoenix. Heute: Firebird. Und morgen?

18. April 2003, 13:33
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Open-Source-Browser tritt mit neuem Namen wieder ins Fettnäpfchen - Namenskollision mit Datenbankprojekt

Lang wird bei den EntwicklerInnen des schlanken Mozilla-Abkömmlings die Freude über den Abschluss der leidigen Namensdiskussion nicht gewährt haben: Schon kurz nach der Bekanntgabe, dass der Phoenix künftig Firebird heißen wird (der Webstandard berichtete), um einer Namenskollision mit dem BIOS-Hersteller Phoenix Technologies zu entgehen, regte sich erneuter Unmut. Denn FirebirdSQL heißt auch eine durchaus beliebte Open Source Datenbank.

Lautstark

Deren EntwicklerInnen haben mittlerweile zum Protest aufgerufen, was zahlreiche Fans veranlasst hat den Mozilla- und Phoenix-EntwicklerInnen Beschwerde- oder gar Hass-Mails zu schreiben, sowie ihre Meinung recht eindeutig auf diversen Community-Seiten zu hinterlassen. Mittlerweile hat die Firma, die hinter Firebird steht und skurilerweise auch noch IBPhoenix heißt, ihre Fans etwas zur stilistischen Mäßigung aufgerufen, zusätzlich soll künftig der Protest fokusiert werden, konkret Mails an zwei Hauptverantwortliche für das Mozilla-Projekt, Mitchell Baker und Asa Dotzler, gerichtet werden.

(Noch) keine Reaktion

Fraglich bleibt wie die Mozilla/Phoenix/Firebird-Fraktion auf die Angriffe reagieren wird, denn rein legal wird sich gegen die Namensüberschneidung kaum etwas machen lassen, um dies zu verhindern hat Hauptsponsor AOL im Vorfeld die Rechtslage abklären lassen, für das Renommee ist die Vorgangsweise - insbesondere, dass offensichtlich im Vorfeld nicht mit den Datenbank-EntwicklerInnen gesprochen wurde- allerdings äußerst abträglich. (red)

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