Drei Kulturberater des Weißen Hauses aus Protest zurückgetreten

18. April 2003, 07:39
12 Postings

Kritik an Untätigkeit von US-Soldaten bei Plünderungen in Bagdader Museum

Washington - Drei Kulturberater des Weißen Hauses sind aus Protest gegen die Plünderungen im Bagdader Nationalmuseum für Altertümer zurückgetreten. Die drei Kunstexperten äußerten ihre Enttäuschung über das Versagen der US-Streitkräfte beim Schutz irakischer Kunstschätze.

Martin Sullivan, der Vorsitzende der Beratungskommission für Kulturgut, schrieb in seiner Rücktrittserklärung: "Wegen der Untätigkeit unserer Nation konnte die Tragödie nicht verhindert werden." Weiter sagte er, dass Präsident George W. Bush die zwingende moralische Verpflichtung habe, eine solche Plünderung und Zerstörung im Voraus zu vermeiden. Die amerikanische Regierung habe nicht auf die Ratschläge der Wissenschaftler gehört.

Eine Sprecherin des Weißen Hauses erwiderte, die USA hätten bei den Kämpfen im Irak alles daran gesetzt, die Infrastruktur des Landes zu schützen und die Reichtümer für das Volk zu bewahren. Die drei Kulturexperten waren noch von Bushs Vorgänger Bill Clinton in das Komitee berufen worden.(APA/AP)

Share if you care.