"Berliner Modell" beeinträchtigt nicht die "Welt"

17. April 2003, 21:47
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Verlagsgruppe Holtzbrinck widerspricht Springer-Chef Döpfner

Die deutsche Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck sieht in der Fusion der Berliner Zeitungen "Tagesspiegel" und "Berliner Zeitung" keine Beeinträchtigung der Lage für die Tageszeitung "Die Welt". Die Verlagsgruppe widersprach damit am Donnerstag einer Einschätzung des Axel-Springer-Vorstandsvorsitzenden Mathias Döpfner. Dieser hatte in einem Brief an den Wirtschaftsminister Wolfgang Clement mit der Einstellung der "Welt" gedroht, sollte die Fusion durch eine Ministererlaubnis genehmigt werden, etat.at berichtete.

Das vorgeschlagene "Berliner Modell" von Holtzbrinck stabilisiere die heutigen publizistischen Verhältnisse und beeinträchtige nicht die "Welt", erklärte Holtzbrinck. Die Gruppe verweis darauf, dass über 90 Prozent der "Welt"-Auflage außerhalb von Berlin verbreitet wird. Die "jahrzehntelangen Ertragsprobleme" seien nicht Gegenstand des Verfahrens, hieß es. Auch nach der Erteilung der Ministererlaubnis bliebe der Axel-Springer-Verlag mit seinen Titeln und einem Marktanteil in Berlin von über 50 Prozent absoluter Marktführer im Zeitungslesermarkt und auch im Anzeigenmarkt. (APA/vwd)

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