Im Krieg verletzter irakischer Bub auf dem Weg der Besserung

17. April 2003, 21:31
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Nach Hauttransplantation in Kuwait

Kuwait-Stadt - Dem im Irak-Krieg schwer verletzten zwölfjährigen Ali Ismail Abbas geht es nach Auskunft seiner kuwaitischen Ärzte besser. Der Bub erhole sich gerade von einer Hauttransplantation, sagte der behandelnde Arzt Imad el Najada am Donnerstag. Ali hatte bei einem Luftangriff der US-geführten Truppen auf Bagdad beide Arme verloren und schwere Verbrennungen erlitten.

Auf die verbrannten Stellen an Alis Brust und Bauch setzten die Ärzte des kuwaitischen Ibn-Sina-Krankenhauses vorläufige Transplantate auf, wie Najada erklärte. Ali gehe es viel besser. "Er hat angefangen, normal zu essen und zu trinken." Außerdem sei er viel fröhlicher. Die Ärzte hoffen nun, bald weitere Hauttransplantation vornehmen zu können.

Ali war schwer verwundet worden, als eine Rakete sein Elternhaus traf. Sein Vater, seine schwangere Mutter und sein Bruder wurden getötet. Der Bub war vor wenigen Tagen in die Kinderklinik nach Kuwait gebracht worden, um dort von Spezialisten behandelt zu werden. Sein Schicksal hatte die Weltöffentlichkeit erschüttert.(APA/Reuters)

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