Massengrab mit über 1.500 Leichen bei Kirkuk entdeckt

17. April 2003, 20:02
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PUK: Möglicherweise kurdische politische Häftlinge

Kirkuk/Teheran - In der Nähe der nordirakischen Stadt Kirkuk ist nach Angaben der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) ein Massengrab mit über 1.500 Leichen entdeckt worden. Wie ein Sprecher der PUK am Donnerstag mitteilte, handelt es sich möglicherweise um die Leichen von kurdischen politischen Häftlingen. Einige von ihnen wurden den Angaben nach schon seit 20 Jahren vermisst. Eine unabhängige Bestätigung des Fundes gab es zunächst nicht.

Die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA berichtete, das Massengrab befinde sich nahe einem Wohnkomplex von Ali Hassan el Majid, einem Cousin des entmachteten irakischen Präsidenten Saddam Hussein, der auch als "Chemie-Ali" bekannt war. El Majid gilt als einer der Hauptverantwortlichen für Giftgasattacken gegen irakische Kurden, bei denen 1988 Tausende Menschen starben. El Majid ist nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums Anfang April bei einem Bombardement seiner Villa in Basra im Südirak ums Leben gekommen. (APA/dpa)

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