Rotes Kreuz berichtet über Vergewaltigungen in Bagdader Krankenhaus

18. April 2003, 06:15
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Psychiatrische Klinik in Brand gesetzt

Genf - Während der Plünderung einer psychiatrischen Klinik in Bagdad sind nach Angaben des Roten Kreuzes in der vergangenen Woche mehrere Patientinnen vergewaltigt worden. Das Krankenhaus El Rashad im Osten der irakischen Hauptstadt sei vom 9. bis zum 11. April überfallen worden, teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) am Donnerstag in Genf mit. Alle 1.050 Patienten seien geflohen, Plünderer hätten die Klinik fast komplett ausgeräumt und den Rest in Brand gesetzt.

Nach Angaben von Krankenhausdirektor Amir Abu kehrten bisher nur etwa 300 Patienten zurück. Sie lebten jetzt jedoch unter unzulänglichen Bedingungen, da die Klinik kaum noch über Trinkwasser und Lebensmittel verfüge. Sämtlich Stationen, Lager, Büros, Küchen, Werkstätten und Waschküchen seien zerstört worden, sagte Abu. Die Plünderer hätten auch alle Patientenakten vernichtet und Möbel, Decken und Nahrungsmittel gestohlen. Das IKRK stellte dem Krankenhaus nach eigenen Angaben 30.000 Liter Wasser zur Verfügung. (APA/AP/sda)

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