Top-Manager gründen Holding für Österreich-Beteiligungen

17. April 2003, 20:44
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AIM-Gruppe will "wichtige Unternehmen" für den Wirtschaftsstandort erhalten - Börsegang soll folgen

Wien - Namhafte österreichische Unternehmer und Spitzenmanager wollen verhindern, dass "wichtige Unternehmen und zentrale Entscheidungsstrukturen" Österreich abhanden kommen. Zu diesem Zweck wurde die Austria Industrie Management-Holding (AIM) gegründet. Diese soll sich zumeist mehrheitlich an Unternehmen beteiligen und eine "langfristige Erfolgssicherung und Wertsteigerung" sicherstellen, heißt es in einer Aussendung. ÖIAG-Beteiligungen werden nicht ausdrücklich erwähnt, Insider gehen aber davon aus, dass die Beteiligungen des Staates an Böhler Uddeholm, voestalpine und anderen Unternehmen natürlich auch das Interesse der AIM weckt.

Netzwerk an Spitzenmanagern

Initiatoren und Gesellschafter sind Alfred Fogarassy, früher Vorstand von Mayr Melnhof, Veit Schalle, Vorstandsvorsitzender des Billa-Konzerns, der Immobilienunternehmer und Finanzierungsexperte Karl-Heinz Strauss, der Finanzfachmann Ulrich Schröder so wie Bernhard Vanas, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater.

Ihnen stehen im "Advisory Board" Unternehmer und Spitzenmanager zur Seite, die über eigenes finanzielles Engagement und die Bereitstellung ihrer Netzwerke aktiv bei der Akquisition mitwirken werden: Wolfgang Leitner, Generaldirektor von Andrtitz, Hans Michel Piech, Miteigentümer von Porsche Österreich und Porsche Deutschland, Richard Schenz, Kapitalmarktbeauftragter der Österreichischen Bundesregierung und früher Generaldirektor der OMV, sowie Rudolf Tucek, Generaldirektor des österreichischen Verkehrsbüros.

Rasche Umsetzung

"Wir konzentrieren uns auf ausgewählte und attraktive Beteiligungen. Wir garantieren dabei eine rasche operative Umsetzung unserer Konzepte durch Übernahme eines kontrollierenden Anteils und flexibler Bereitstellung der erforderlichen Mangagementressourcen."

Das vorrangige Ziel von Austria Industrie Management ist dabei nicht der kurzfristige Ertrag aus Beteiligungsverkäufen oder taktischen Sanierungserfolgen, sondern die langfristige Entwicklung und Stärkung der Unternehmen. Über Privatplatzierungen oder ein spätes Listing sollen sich auch private und institutionelle Anleger an der AIM beteiligen können. (DER STANDARD Print-Ausgabe, 18.4.2003)

Von Michael Moravec
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