Schüssel: "Sie sollen diskutieren, nicht drohen"

17. April 2003, 18:02
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Bundeskanzler gibt sich überzeugt: "Österreicher können die Wahrheit vertragen"

Wien - "Sie sollen diskutieren, nicht drohen" - so stellt sich Bundeskanzler Wolfgang Schüssel die angemessene Reaktion der Sozialpartner auf die Pensionspläne der Regierung vor. Im "Kurier" (Freitag-Ausgabe) meint er, die Österreicher könnten die Wahrheit vertragen. Sie wüssten, dass man nicht 98 Prozent des Letzteinkommens garantieren könne. Die geplanten Reformschritte verteidigt der VP-Chef ausdrücklich: "Wir werden nach der Reform das beste Pensionssicherungssystem haben".

Schüssel ist offenbar auch verwundert, dass in seiner Partei so große Widerstände auftauchen. Er rede schon seit Monaten mit allen in der Partei. Von Anfang an seien alle Länder, Teilorganisationen und der Klub eingebunden gewesen. Die ÖVP-Abgeordneten hätten für das Regierungsprogramm gestimmt, "in dem minutiös alle Maßnahmen aufgezählt sind". Änderungen gegenüber dem Entwurf stellt der Kanzler erneut bei den Frauen in Aussicht. Hier müsse man sich ansehen, "wie man Härten beim Durchrechnungszeitraum ausgleichen kann".(APA)

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